Aktennotizen zum Germanwings-Todespilot – Kochen, Einkaufen, Fernsehen – So lief der letzte Abend von Andreas L.

Oktober 3rd, 2015

Noch immer ist unfassbar, was Andreas L. antrieb, die Germanwings-Maschine in den französischen Alpen zum Absturz zu bringen und 149 Menschen mit sich in den Tod zu reißen. Wie schlecht es psychisch um den 27-Jährigen bestellt war, bemerkte noch nicht mal seine Freundin. Das geht aus Aktenvermerken der Staatsanwaltschaft Düsseldorf hervorgeht, die der „Bild“-Zeitung vorliegen.

Der letzte Abend mit der Freundin

So verlief etwa der letzte Abend des Paares – der 23. März 2015 – völlig unauffällig, wie die Frau im Verhör der Polizei schilderte: L. habe bereits gekocht, als sie von der Arbeit nach Hause kam.

Man habe dann gemeinsam die Einkäufe für die Woche erledigt, anschließend ferngesehen und sei dann schlafen gegangen. Der Freundin sei „nichts Ungewöhnliches an seinem Verhalten aufgefallen“, notierten die Beamten. Von seinen massiven psychischen Problemen wusste die junge Frau nichts.Auch dass er an dem Tag eine Patientenverfügung unterzeichnet hatte, ahnte sie nicht.

Wie ihn sein Kollege am Tag vor dem Todesflug erlebte

Auch bei dem Piloten, mit dem er am Tag vor der Katastrophe einen gemeinsamen Flug von Düsseldorf nach Berlin-Tegel absolvierte, hinterließ er „insgesamt einen guten Eindruck“. Die beiden unterhielten sich unter anderem über Cockpit-Türen und den 11. September 2001.

Was im „Glückstagebuch stand“ 

Doch es war nichts okay. L. litt an schweren Schlafstörungen, wie er in seinem Tagebuch mit dem Titel „Glückstagebuch von Andy“ notierte, das er im Januar begann. An einer Stelle heißt es darin: „Vier Stunden am Stück geschlafen.“ Daneben malte L. einen Smiley, wie „bild.de“ berichtet. Im Buch fanden sich auch ein Rezept für das Beruhigungsmittel Lorazepam und das Antidepressivum Mirtazapin.

Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Beamten eine leere Packung der Antidepressiva Mirta TAD N2, Mirtazapin-Neurexpharm und Lorazepam-Neuraxpharm. Weitere leere Tablettenpackungen von Antidepressiva und Stimmungsaufhellern hätten im Mülleimer, berichtet „bild.de“ weiter.

Das Verhältnis zur Familie

Andreas L., Jahrgang 1987, hatte laut Akte eine ganz normale Kindheit in bürgerlichen Verhältnissen. Von Freunden wird er als häuslicher Typ beschrieben, besonders zu seiner Mutter soll er ein inniges Verhältnis gehabt haben. Mit seiner langjährigen Freundin plante er bereits eine eigene Familie.

Hausarzt befürchtete Psychose

Einen Großteil der Aktennotizen nimmt die Krankengeschichte des Kopiloten ein. L. besuchte zahlreiche Haus- und Augenärzte, Neurologen und Psychologen. Er schilderte vor allem Sehstörungen, Blitze und Lichtempfindlichkeit und hatte panische Angst vor dem Erblinden.

In einem Befund einer neurologischen Praxis in Düsseldorf von Februar 2015 heißt es: „Die Verdachtsdiagnose lautet auf hypochondrische Störung (…) Abgesehen von einem sehr fokussierten Denken auf die Sehstörung waren die erhobenen Befunde neurologischer und psychischer Art unauffällig. Suizidalität wurde verneint.“

L.s Hausarzt riet ihm im März 2015 zu einer Behandlung in einer Psychiatrischen Tagesklinik, weil er befürchtete, dass sich eine Psychose anbahnte, wie „bild.de“ berichtet. Der Arzt stellte L. vom 12. bis 30. März 2015 eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung aus. Dennoch trat der Kopilot in dieser Zeit seinen Dienst an.

 

Gesichtet bei:

http://www.focus.de

Er prangerte Schwarzgeldgeschäfte an – Psychiater sehen Gustl Mollath sehr unterschiedlich

April 21st, 2014
 
Im Fall des Psychiatriepatienten Gustl Mollath widersprechen sich nach FOCUS-Informationen die Gutachten: Schon zwei Psychiater stuften ihn als nicht gemeingefährlich ein. Horst Seehofer mahnte, den Fall schnell zu überprüfen.
Der Garmischer Psychiater Friedrich Weinberger diagnostizierte bei dem 56-jährigen Mollath nach FOCUS-Informationen lediglich eine „reaktive Depression“. Der Straubinger Gutachter Hans Simmerl attestierte dem Nürnberger „eine auffällige Grundpersönlichkeit mit fanatisch-querulatorischen Zügen“. Beide halten ihn nicht für gemeingefährlich. Mollath sitzt seit fast sieben Jahrenin der forensischen Abteilung der Psychiatrie, weil er seine Frau misshandelt und Reifen zerstochen haben soll.

Das Unterbringungsgutachten hatte ihm ein „paranoides Gedankensystem“ bescheinigt und ihn als allgemeingefährlich eingestuft. Auch mehrere andere Gutachter schrieben Mollath diese Eigenschaft inzwischen zu. Gefährdet seien demnach nicht nur seine Ex-Frau, eine Vermögensverwalterin der früheren Hypo-Bank, und ihre Geschäftspartner, sondern auch „beliebige weitere Personen“. Mollath hatte die „größte Schwarzgeldverschiebung in die Schweiz“ angeprangert. Er ist der Meinung, deshalb „weggesperrt“ worden zu sein. Continue reading »

Tough Time Dealing With Depression? These Tips Will Help

April 16th, 2014

It can be hard to overcome depression, whether or not it is genetic in roots or induced by circumstances. Though when you have the correct information as well as help to overcome depression, you will be able to do anything. The following article will help put you in the right direction towards curing your depression.

Find an activity you enjoy such as a concert, time with friends who make you laugh or a funny movie. Just getting out and doing something can really improve your mood.Having hobbies or outside interests will help tremendously with depression. You can become depressed if you don’t have many interests or activities you enjoy doing. You need to stay active when fighting depression, so think about taking up new hobbies. Play some basketball, start walking the dog – anything that keeps you busy and active. Regardless of what appeals to you, doing anything at all will decrease your odds of developing depression.Remember just to take life a step at a time. With depression, it can be overwhelming to try to accomplish everything in one day. Taking small steps that are achievable is the best way to get started because they are simple, and you will succeed at them, motivating you to make further changes.If you struggle with depression, try changing the messages you repeat to yourself in your mind. Don’t let negative ideas dominate your thoughts. Instead, turn these into positive affirmations, no matter how silly they may seem. If you continuously reinforce the positive messages, you might find yourself starting to believe them.When you exercise, your body produces endorphins. These endorphins are feel good mood boosters. Try exercising when you feel depressed. By keeping your workouts lively and energetic, you can maximize the benefit to your mind and body. This will improve your mood and body simultaneously.Aim to take any antidepressant medication you have at a designated moment that is the same daily; early morning makes a good habit. If you get into a habit of taking your medicine, you are less likely to forget about it. Taking it early in the day means that you will be better able to function for the rest of the day.When dealing with depression, it is important to make sure you are also dealing with stress. Making sure you receive the right amount of sleep is one way to control your stress. You should aim for at least eight hours of sleep each night. Get healthy sleeping habits and try to get yourself on a schedule to make sure you get enough sleep.Diet could be a factor in your symptoms of depression. Although we readily recognize that poor dietary choices can have a negative affect on our physical well being, it can affect our mental health as well, contributing to, or worsening, depression. Keep away from foods that are high in fat and stick with a healthy diet.One way to empower yourself in the battle against depression is to resolve as many personal matters as you can. Worries that are always on your mind, no matter how small they seem, can contribute to ongoing depression. You have to make yourself a priority and give yourself the care that you need to get better.You can make a huge dent in lifting your depression by following the advice given in this article. Make sure if you make changes in your life you do so slowly so that you can see what is really helping you and what really didn’t make much of a difference.

Depression: Area tegmentalis ventralis als Zentrum der Antriebslosigkeit

April 16th, 2014

Palo Alto – Die Area tegmentalis ventralis, eine Region im Mittelhirn mit einer engen Beziehung zum Belohnungssystem des Gehirns, könnte für die Pathogenese der Depression von zentraler Bedeutung sein. Dies zeigen tierexperimentelle Studien in Nature 2012; doi:10.1038/nature11740). Die Area tegmentalis ventralis gehört zu den Regionen des Mesencephalons (Mittelhirns), in denen die Neuronen über den Neurotransmitter Dopamin miteinander kommunizieren. Continue reading »

What can you do in everyday life to spring fatigue?

April 15th, 2014

Whatever the trigger for the spring fatigue always – one thing is certain: Everyone can actively do something about the spring fatigue. Everybody can do something.

Soak up the sun whenever possible
The daily schedule should be aligned with the sun if possible. Getting up early and go to bed early to ensure that you get as much sun and so sunlight as possible. Wshould not expose absolutely direct sunlight. The mere stay outdoors and indirect sunlight or the light effect of the Sun have sufficient effect. Continue reading »

Leitartikel zu psychischen Erkrankungen : Das Pro und Contra von Netzen

Oktober 20th, 2013

Ambulante Versorgungsnetze für Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen verhindern Drehtüreffekte. Doch spart das dem Gesundheitssystem Geld? Darüber gehen die Meinungen auseinander.

 

Die ambulante Versorgung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen gelingt am besten in Netzwerken. Das erkennen inzwischen immer mehr Akteure im Gesundheitswesen, seien es Krankenkassen oder Ärzte. Continue reading »