Männer im Kreißsaal, Vater bei der Geburt dabei!

September 12th, 2014

In heutiger Zeit ist es eigentlich völlig normal, bzw. es wird erwartet, dass ein werdender Vater bei der Geburt seines Kindes dabei ist, um seine Frau / Partnerin im Kreißsaal zu unterstützen. Und obwohl es vielen Männern schwer fällt, ihre hochschwangeren Frauen in den Kreißsaal zu begleiten und die Geburt mitzuerleben, traut sich kaum einer „nein“ zu sagen, wenn das Thema „Männer im Kreißsaal“ angesprochen wird oder die Entscheidung, bei der Geburt dabei zu sein, bevorsteht. In den 70er-Jahren kam es eher selten vor, dass Männer im Kreißsaal waren, doch mittlerweile sind etwa neun von zehn Väter bei der Geburt ihres Babys dabei! Ein werdender Vater, der seine Frau / Partnerin nicht in den Kreißsaal begleiten will, gilt in unserer heutigen Gesellschaft als Macho oder Weichei.

Männer im Kreißsaal …muß der Vater bei der Geburt dabei sein?

Ob ein werdender Papa bei der Geburt seines Kindes dabei sein will oder nicht, das muss er selbst entscheiden. Sicher ist es für viele Frauen eine Hilfe, wenn ihr Mann / Partner sie bei der Geburt im Kreißsaal unterstützt, doch manche Männer sind damit schlichtweg überfordert. Schon allein der Gedanke, seiner geliebten Frau zusehen zu müssen, wie sie unter den immer stärker werdenden Wehen und der Geburt leidet, ist für so manchen werdenden Vater nicht gerade einfach. Sind Männer etwas sensibel oder fühlen sich schnell hilflos, so stellt sich teilweise auch die Frage, ob sie den Vorgängen im Kreißsaal bzw. bei der Geburt überhaupt gewachsen sind oder ob sie erschrecken und vielleicht sogar schockiert sind über den Anblick und den Ablauf einer Geburt. Zum einen erleben Männer im Kreißsaal nämlich mit, wie ihre Frau / Partnerin starke Schmerzen und Qualen ertragen muss und sie ihr nicht helfen können, zum anderen ist die Geburt eine blutige Angelegenheit, was auch nicht gerade einladend ist und so manchem werdenden Vater unter Umständen ganz schön zusetzt.

Die meisten Männer sind im Kreißsaal dabei!

Dennoch entscheiden sich die meisten Männer mit in den Kreißsaal zu gehen, nicht weil dies heutzutage selbstverständlich ist, sondern weil sie ihre Liebste unterstützen und sie in dieser Situation nicht alleine lassen möchten. Außerdem ist es den Männern wichtig, dass sie den intimen und wundervollen Moment im Kreißsaal miterleben können, wenn ihr Kind das Licht der Welt erblickt, seinen ersten Atemzug nimmt und den ersten Schrei macht. In der Regel wird einem frischgebackenen Vater zu gegebener Zeit von der Hebamme / dem Arzt angeboten, das Durchtrennen der Nabelschnur zu übernehmen. Sicher werden die meisten Väter dieses tolle und einmalige Erlebnis nie mehr vergessen, sondern ein Leben lang in guter und schöner Erinnerung behalten.

Frauen sollten ihre Männer nicht zwingen im Kreißsaal / bei der Geburt dabei zu sein!

Fühlen sich Männer nämlich unsicher und sagen von vorn herein, dass sie bei der Geburt lieber nicht dabei sein wollen, so sollten sie auch nicht gegen ihren Willen dazu überredet oder gezwungen werden, im Kreißsaal anwesend zu sein. Denn ist es nicht der eigene Wunsch eines werdenden Vaters, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein, sondern begleitet er seine Frau nur um des Friedens Willen in den Kreißsaal, obwohl er eigentlich mit der ganzen Situation beim Geburtsvorgang überfordert ist, so kann er seiner Frau sicherlich auch nicht wirklich beistehen und sie moralisch unterstützen. Im Gegenteil …der werdende Vater kann durchaus auch ohnmächtig werden und so selbst ärztliche Versorgung benötigen. Also sollten Frauen und auch andere Außenstehende die Entscheidung des werdenden Papas einfach akzeptieren und ihm kein schlechtes Gewissen einreden. Ist eine schwangere Frau der Meinung, dass sie im Kreißsaal dennoch die Unterstützung einer ihr vertrauten Person braucht, dann kann ggf. auch die Freundin, Schwester oder sonst eine nahe stehende Vertrauensperson der werdenden Mama mitkommen und ihr bei der Geburt beistehen.

Ist der Fall andersherum und eine schwangere Frau möchte keinesfalls, dass ihr Mann / Partner sie in den Kreißsaal begleitet und bei der Geburt dabei ist, dann sollte der werdende Vater dafür Verständnis aufbringen und ihren Entschluss ohne Vorwürfe hinnehmen, auch wenn es ihm schwer fällt und er vielleicht enttäuscht ist. Manche Frauen möchten einfach nicht, dass ihr Mann sie in einem solchen „Ausnahmezustand“ erlebt.

Werdende Eltern sollten sich gemeinsam auf die Geburt vorbereiten!

Paare, welche die Geburt ihres Babys in beiderseitigem Einvernehmen gemeinsam erleben möchten, sollten sich auch zusammen auf das „Abenteuer Geburt“ vorbereiten und einen Geburtsvorbereitungskurs belegen. Besonders wenn es sich um das erste Baby des Paares handelt, ist es äußerst sinnvoll, wenn die werdenden Eltern miteinander an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. In der Regel werden die Kurse zur Geburtsvorbereitung von Hebammen durchgeführt. Sie erklären den schwangeren Frauen und deren Männer / Partner genau, was im Kreißsaal bei der Geburt auf sie zukommen wird. Zudem gibt die Hebamme Auskunft bei sämtlichen Fragen, die von Seiten der Frauen und Männer gestellt werden. Neben Gesprächen und Ratschlägen erlernen die werdenden Mütter auch bestimmte Atemübungen und Entspannungstechniken, welche bei der Geburt zu einer Erleichterung führen. Die Rolle der Männer wird leider oftmals eher nur nebensächlich erwähnt, doch beim Erlernen von Atemübungen werden sie direkt mit einbezogen. Außerdem werden Männern im Geburtsvorbereitungskurs bestimmte Massagetechniken beigebracht, die sie dann während der Geburt bei ihrer Frau anwenden können, um ihr die Schmerzen etwas zu erleichtern. Ansonsten sind Männer im Kreißsaal eher für die moralische Unterstützung ihrer Frau zuständig. Zur Unterstützung der Gebärenden sollte der werdende Vater bei der Geburt neben seiner Frau sitzen bzw. sich oberhalb des Brustbereichs aufhalten, somit ist er auch nicht frontal mit der Geburtsbetrachtung konfrontiert.

Ferner müssen Männer im Kreißsaal auch damit rechnen, dass Frauen bei der Geburt ihre Schmerzen relativ laut veratmen oder sogar schreien und schimpfen… für so manchen Mann kommt dies total überraschend und er kann seine Frau beim Geburtsvorgang kaum wiedererkennen. Der Ausdruck „Kreißsaal“ kommt schließlich nicht von ungefähr, sondern ist auf das Wort „kreißen“, was soviel wie „schreien“ bedeutet, zurückzuführen.
Sollte es bei der Geburt allerdings zu unvorhergesehenen Komplikationen kommen, so dass eine PDA, ein Dammschnitt, eine Glockengeburt, Zangengeburt oder ein Kaiserschnitt erforderlich ist, dann verläuft die Entbindung natürlich ganz anders. Auch darauf sollte jeder werdende Vater vorbereitet sein.
Wird es einem Mann irgendwann zu viel, so sollte er zwischendurch einfach den Kreißsaal verlassen und an die frische Luft gehen oder einen Kaffee trinken, um sich wieder etwas zu erholen. Schließlich bringt es ja nichts, wenn er total erschöpft ist und womöglich umkippt. Paare sollten auf jeden Fall auch über diese Problematik sprechen und tritt diese Situation tatsächlich ein, so sollte die Frau trotz ihrer misslichen Lage Verständnis dafür aufbringen und ihrem Mann deshalb nicht böse sein.

Erfahrungsgemäß lässt die große Freude über das Kind Mütter die Strapazen und Schmerzen bei der Geburt schnell wieder vergessen …und viele Männer, die im Kreißsaal mit dabei waren sind stolz und glücklich, diesen emotionalen Moment der Geburt des Babys miterlebt zu haben. Kann sich ein Mann eben nicht dazu durchringen, seine Frau in den Kreißsaal zu begleiten und bei der Geburt dabei zu sein (weshalb auch immer), so ist es auch in Ordnung, wenn er gleich kurz nach der Geburt sein Kind kennenlernt.

 

Die Homepage besuchen:

www.vorname.com/ratgeber/geburt/maenner-im-kreisssaal-vater-bei-der-geburt-dabei-5143

Wenn´s in der Stillen Nacht kracht – Der faire Weg zur Ehescheidung

April 23rd, 2014

Düsseldorf (ots) – Alle Jahre wieder: Nach dem Fest der Liebe führt viele der Weg im Neuen Jahr zum Scheidungsanwalt. An Weihnachten werden Ehekrisen häufiger von den Partnern bemerkt und nicht selten kommt es zur Trennung. Bereits zwei von drei Ehen werden heutzutage geschieden. Kaum jemandem ist bewusst, dass mit dem Scheitern der Ehe auch eine wirtschaftliche Lebensgemeinschaft endet. Sensible Fragestellungen rund ums Geld wie Zugewinn und Unterhalt, aber auch der Erhalt des Vermögens, wollen professionell geregelt sein. Die Anwaltskanzlei für Familienrecht Dahmen-Lösche & Ehm mit Sitz auf der Kö in Düsseldorf begleitet ihre Mandanten seit mehr als zwanzig Jahren erfolgreich mit Engagement und Erfahrung durch diese schwierige Lebenssituationen. Continue reading »

Geschichten rund um die Zahnfee

April 20th, 2014

Quelle: http://www.eltern.de

Wackelzähne sind ein Meilenstein in der Entwicklung von Kindern. Und wackelnde Zähne sind natürlich ziemlich aufregend – nicht zuletzt weil sich alle Kinder auf den Besuch der Zahnfee freuen. Was es mit der Zahnfee auf sich hat und wie das eigentlich mit den Wackelzähnen ist, erfahren Sie hier. Continue reading »

Wenn ein Kind sitzen bleibt, was ist zu tun – Sitzen bleiben

April 15th, 2014

Bald beginnen wieder die Sommerferien und die Kinder bekommen die Zeugnisse. Für viele ist es beängstigend, denn sie haben in manchen Fächer schlechte Noten, können sitzen bleiben und werden deshalb nicht ins neue Schuljahr versetzt. Sinnvoll ist es für Eltern und Kinder, aus dieser Situation das Beste zu machen.

Eine Menge spricht gegen das Sitzen bleiben für einen Schüler und jammern hilft nicht viel. Denn ohne die vertrauten sozialen Beziehungen beginnen diese Kinder das neue Schuljahr. Ein weiterer Aspekt ist, dass in der Schule im neuen Schuljahr nicht nur das wiederholt wird, woran sie im vergangenen Jahr Spaß hatten, sondern auch ihre Problemfächer und das ist langweilig. Wenn es doch nur wenig bringt, warum kann das sitzen bleiben nicht abgeschafft werden? Es wäre Unsinn, ohne die erforderlichen Kenntnisse in der nächsten Jahrgangsklasse weiter zu lernen, solange unsere Schüler im Gleichschritt lernen müssen. Individuell fördern können müsste eine Schule, ohne sitzen bleiben.

Die Eltern können dabei helfen und nur das Beste daraus machen. Gemeinsam mit dem Schüler sollten sie überlegen, woran es gehapert hat, das ist zunächst sinnvoll. Fast immer können zum Beispiel Lernstrategien Verbesserungen bringen. Ratgeber für das neue Schuljahr, die unterstützen können, versprechen allerdings oft eine zu schnelle Wirkung, dass beachtet werden muss. Continue reading »

So schläft Ihr Baby sicher

April 14th, 2014

Original-Artikel: http://www.eltern.de

Der plötzliche Kindstod oder auch SIDS ist die häufigste Todesart im ersten Lebensjahr eines Babys. Doch das individuelle Risiko ist für einen gesunden Säugling äußerst gering. Vor allem wenn Eltern ein paar simple Dinge beherzigen. Continue reading »

Eltern-Wortschatz

November 17th, 2013

Paaradox, das

= endlich mal Zeit füreinander haben (Kinder im Bett, Küche aufgeräumt, Wäsche aufgehängt), um dann doch nur schweigend nebeneinander auf dem Smartphone zu daddeln


Muttation, die

= Mütter, die nur noch symbiotisch in Wir-Form über ihre Kinder sprechen („Wir sind jetzt sauber.“ „Wir kommen nur noch ein Mal pro Nacht …“)


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Aus dem Lot

Oktober 22nd, 2013

Und, fragten alle, nachdem wir zwei Kinder hatten, fühlt ihr euch jetzt komplett? Ich wusste nie, was ich darauf antworten sollte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass ich mit dem Kinderthema noch nicht durch war. Die Babykleidung konnte ich verleihen, aber nicht weggeben. Familien mit zwei Kindern fand ich langweilig. Alles geht genau auf: zwei Erwachsene auf zwei Kinder. Vier Personen an einem viereckigen Tisch. Vier Menschen in einem Auto. Warum es nicht auch mal ein wenig unpraktisch haben? Bequem sein darf es, wenn ich alt bin. Dachte ich. Continue reading »