Die richtige Auswahl an Gartengeräten treffen

Februar 28th, 2015

Eine große Auswahl an Gartengeräten bekommt man in Gärtnereien, in Gartenbaubedarfshandlungen oder im Baumarkt. Einige davon gehören zur Grundausstattung, viele jedoch sind unnötig und lediglich ein Verkaufstrick. Beim Kauf der richtigen Gartengeräte sollte unbedingt der Qualität den Vorzug gegeben werden. Dabei sollte Markenware aus hochwertigem Stahl gekauft werden. Vordem Kauf sollte jedes Gerät einmal in die Hand genommen werden, um seine Handhabung beurteilen zu können. Solche Geräte halten bei entsprechender Pflege mehrere Jahre.

Folgende Geräte gelten als Grundausstattung:

Spaten zum Umgraben, Ziehen von Gräben und Stechen der Löcher beim Pflanzen. Dabei sind Standardgrößen am, für Ungeübte und Frauen gibt es auch kleinere Größen. Eine deutliche Erleichterung bei der Bodenbearbeitung bringt dabei, aus eigener Erfahrung heraus, der Fiskars Xact™, damit wird das Umgraben fast zum Kinderspiel.

Grabgabel (gleiche Größe wie Spaten aber mit 5 Zinken statt der Klinge) zum Umgraben, Locker der Bodenoberfläche oder als Harke zum Ebnen. Auch hier sind Standard- und kleinere Größen erhältlich.

Kelle zum Pflanzen und Hochheben junger Pflanzen und Zwiebeln. Am geeignetsten ist eine Pflanzkelle, deren Klinge an einem L-förmigen Stiel und damit unterhalb des Griffs befestigt ist.

Handrechen zur Kelle, mit mindestens 4 Zinken. Besonders geeignet für die Entfernung von Unkraut. Lockerung der Oberfläche oder zum Anlegen von Samenrinnen. Neben der gebräuchlichen Hacke gibt es solche mit 3 Zinken oder Hacken mit Schneideflächen, mit denen das Unkraut durch Hin- und Herbewegen abgeschnitten wird.

Rechen oder Harke zum Ebnen des Bodens, besonders vor dem Anlegen Rinnen oder Einsäen von Rasen. Ein Rechen ist auch von unschätzbaren Wert zur Beseitigung von herabfallenden Blätter von Bäumen im Herbst.

Heckenschere und Seil sind ebenfalls eine sehr nützliche Anschaffung. Ein Seil wird benutzt, um gerade Samenrinnen zu erzielen oder Beete und Randbeete zu gestalten. Mit einer Heckenschere werden Bäume und Sträucher beschnitten oder dünnes Gestrüpp entfernt. Die Schere sollte stets scharf sein, da sie sonst ihren Zweck nicht erfüllt.

 

Originalbeitrag lesen:

www.heimwerker-tipps.net/

Bewegung mit und für Kinder

Februar 26th, 2015

Kinder brauchen Bewegung und warum Bewegung für Kinder so wichtig ist!
Immer wieder kommen in den Medien und auch in medizinischen Fachzeitschriften Diskussionen um das Thema Übergewicht auch bei Kindern auf. Das dies längst nicht mehr nur ein Problem der USA ist, wird anhand diverser Statistiken deutlich. In Deutschland sind viele Kinder zu dick und neigen zu starkem Übergewicht.

Dass hier die Eltern Einhalt gebieten müssen, ist also ein Fakt, der sich nicht von der Hand weisen lässt. Kinder sind brutal in ihrem Verhalten und ihrer Ehrlichkeit anderen gegenüber. Daher ist es sinnvoll, einzugreifen, bevor ein Kind im Kindergarten oder in der Schule gehänselt wird oder sogar unter Mobbing zu leiden hat und ausgeschlossen wird.

Bewegung mit und für Kinder – Sportliche Aktivitäten

Kinder bewegen sich gern und viel. Dies kann schon zu Hause mit einem Ball, einem Sprungseil oder bei Spaziergängen erreicht werden. Es gibt allerdings auch in vielen Großstädten und Gemeinden die Möglichkeit, Kinder im Sportverein z. B. zum Kinderturnen, Fußball, Handball, Leichtathletik, etc. anzumelden. Natürlich bringt es nichts, wenn man versucht das Kind zu seinem Glück zu zwingen. Der Drang zur Bewegung muss vom Kind ausgehen. Als Eltern kann man jedoch einen wesentlichen Beitrag leisten, indem man mit seinem Kind / seinen Kindern raus geht zum Fahrrad fahren, Wandern, Schwimmen,… oder einen schönen Spaziergang mit Picknick macht, statt ständig den Fernseher laufen zu lassen oder das Kind / die Kinder vor ein Computerspiel zu setzen.

Bewegung für Kinder – Sportvereine & Sportkurse

Wenn man mit einem Kind spricht, wird es nicken und sich je nach Alter die Worte der Eltern mehr oder weniger annehmen. In Kindermannschaften, wie etwa beim Fußball oder auch beim Schwimmen, lernen Kinder, sich mit anderen Kindern zu bewegen, mit ihnen zu spielen und Spaß zu haben. So etwas muss nicht immer wahnsinnig teuer sein. Zudem gibt es Sportkurse, die als Prävention von den Krankenkassen empfohlen und teilweise oder gar vollständig gefördert und finanziert werden. Hier ist das Kind in den richtigen Händen. Unter fachkundiger Anleitung lernt es hier, wie es sich bewegen muss und kann. Es erkennt, welche Fähigkeiten es hat und wie flink und agil es ist. Auch eine kleine Belohnung, wie etwa ein lobendes Wort oder eine Medaille fördern den Drang sich zu bewegen. Das Kind erfährt, dass es etwas Positives erreicht.

Zu viel ist auch nicht gut

Viele Kinder neigen aufgrund ihres Übergewichtes dazu, schnell mal eine Diät und gleichzeitig viel Sport und Fitness zu machen. Vor allem, wenn sie in einem Alter sind, in dem sie die ersten Vorbilder entdecken, müssen die Eltern vorsichtig sein. Übergewicht bei Kindern ist das eine Problem, das nächste sind Essstörungen und Magersucht.

zur Webseite:

www.vorname.com/ratgeber

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Februar 18th, 2015

Die Nachricht, schwanger zu sein, ist erst einmal Grund zur Freude für die schwangere Frau. Doch manchmal wird das Glück über die eingetretene Schwangerschaft mehr oder weniger getrübt von Schwangerschaftsbeschwerden wie Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Geruchsempfindlichkeit, Verstopfung oder Durchfall, Wassereinlagerungen oder auch Haarprobleme / Haarausfall.

Viele Frauen klagen aber auch über Kopfschmerzen in der Schwangerschaft. Doch da Schwangere keine Medikamente zu sich nehmen sollten, müssen werdende Mütter mit alternativen Möglichkeiten versuchen, ihre Kopfschmerzen zu bekämpfen und los zu werden, so dass das ungeborene Baby keine Schäden davon trägt.

 

Wie kommt es zu Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

 

Der Körper reagiert auf die schwangerschaftsbedingte Hormonumstellung mit Kopfschmerzen. Kopfschmerzen bei der schwangeren Frau können aber auch durch Stress, Anstrengung, Verspannung im Nacken, schlechte Raumluft oder bei Wetterfühligkeit ausgelöst werden.

Wer schwanger ist, und neben den Kopfschmerzen auch mit Erbrechen und Augenflimmern zu kämpfen hat, sollte diese Symptome sehr ernst nehmen und umgehend den Arzt oder die Hebamme aufsuchen. In einem solchen Fall kann es sich um eine Schwangerschaftsvergiftung, eine sogenannte Gestose, handeln.

 

Was kann man gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft tun?

 

Wer schwanger ist, sollte mit Rücksicht auf das ungeborene Kind möglichst auf Kopfschmerztabletten verzichten. Keinesfalls sollten Medikamente, auch wenn sie nicht rezeptpflichtig sind, ohne vorherige Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Es gibt eine ganze Reihe unbedenklicher Möglichkeiten, die bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft helfen können: Beispielsweise kann man Nacken und Stirn mit Heilpflanzenöl einmassieren.

Ein Spaziergang an der frischen Luft hilft ebenfalls. Wer schwanger ist und Kopfschmerzen hat, sollte sich tagsüber mehr Ruhe gönnen und öfter entspannen. Yoga und Autogenes Training wirken ebenfalls entspannend und lindern so indirekt Kopfschmerzen in der Schwangerschaft.

 

Zur Anbieter-Website:

http://www.vorname.com/ratgeber/gesund-fit/kopfschmerzen-schwangerschaft-1459/

Nie wieder schlechter Sex

Februar 15th, 2015

Über die Flaute im Bett beschweren, das kann doch jeder. Dabei liegt es an uns selbst alles besser zu machen, viel besser! 2015 könnte Euer erotischstes Jahr werden, sofern Ihr diese neun wichtigen Vorsätze befolgt!

 

9 Vorsätze, die jede Frau für 2015 fassen sollte und die garantieren, dass der Bettsport erfüllender denn je wird!

1. Schluss mit Orgasmuslügen

Den Orgasmus vorheucheln, das hat noch nie was gebracht. Vielleicht verletzen wir so kurzfristig sein Ego nicht, langfristig führt es jedoch nur zu extremem Frust im Bett. Ab jetzt stets ehrlich bleiben!

2. Schluss mit Verzicht auf Oralsex

„Er macht das eben einfach nicht gern“ ist der Satz, den keine Frau 2015 mehr sagen sollte. Klitorale Stimulierung ist wichtig, oftmals sogar der einzige Weg zum Orgasmus. Und mit seiner Zunge funktioniert es eben am besten.

3. Weg mit den Omaschlüpfern

Es ist ganz egal, ob Euch jemand in Unterwäsche sieht oder nicht: Mit einem Omaschlüpfer darunter hat keine Frau eine sinnliche Ausstrahlung, ganz einfach, weil sie sich darin nicht sexy fühlt.

4. Tacheles reden

Keine falsche Zurückhaltung oder Verlegenheit mehr: Sagt ihm, was Euch beim Sex gefällt und was nicht. Nicht mit Gesten oder Geräuschen. Kerle wollen Klartext und werden sich dafür erkenntlich zeigen.

In der Galerie: Was die Vagina mag und was sie nicht mag:

5. Endlich den G-Punkt finden

Der G-Punkt ist kein Mythos, es gibt ihn wirklich und jede Frau kann ihn finden und dann den Partner dorthin leiten. Die Suche beginnt auf Google, dann mit den Fingern. 30 Minuten konzentrierte Forschungsreise, und wir versprechen, Ihr habt ihn!

6. Immer bereit und geschützt

Warum die Kondome ihm überlassen? Jeder Single sollte das Verhütungsmittel stets bei sich tragen, wen er ausgeht. Das macht euch nicht zur Schlampe, sondern zur emanzipierten und vernünftigen Frau!

 

7. Kein Sex aus Verpflichtung

Keine Lust auf Sex? Dann habt auch keinen! Sex nur deshalb, weil er es will oder es an der Zeit wäre, bringt nichts als ein negatives Gefühl am Ende.

8. Keine Sorge um die Zahl

Auch Frauen sollten dringen damit aufhören sich über die Zahl ihrer Sexpartner Gedanken zu machen. Ihr habt Lust auf Sex mit der neuen Bekanntschaft? Dann los, denn was bei Männern okay ist, sollte es spätestens 2015 auch bei Frauen sein.

9. Mit Gewissheit ins neue Jahr

Wer schleppt die unangenehmen Tests ständig vor sich her? Wenn der letzte ungeschützte Verkehr drei Monate oder länger her ist, dann einfach einen Termin zum Bluttest vereinbaren und sichergehen, dass alles im grünen Bereich ist. Sich entspannt fühlen garantiert besseren Sex!

 

Von:

www.joy.de/liebe/artikel/

Was kosten Infrarotheizungen?

Februar 8th, 2015

Was kosten Infrarotheizungen?


Wer sich für eine Infrarotheizung interessiert, stellt sich sicherlich irgendwann auch die Frage, was diese alternative Heiztechnologie eigentlich kostet.

Doch wer sich die Sonne ins Haus holen möchte, hat die Qual der Wahl. Es gibt derzeit sehr viele unterschiedliche Modelle von den verschiedensten Herstellern, Leistungen, Größen und Designs sowie Zusatzfunktionen, so dass die Frage nach dem Preis nicht ganz leicht zu beantworten ist.

Welche Bauart der Infrarotheizung verwendet werden sollte, ist abhängig vom Verwendungszweck und Einsatzort – und nicht zuletzt auch vom persönlichen Geschmack. Die Preise für Infrarotheizungen beginnen bei unter hundert Euro für sehr einfach Einsteigermodelle aus dem Baumarkt. Größere Modelle mit höherer Leistung oder spezielle Geräte können schnell mehrere hundert Euro pro Heizelement kosten. Die zum Teil gravierenden Preisunterschiede sind jedoch nicht immer nur von der Größe und der Qualität der Infrarotheizung abhängig. Es gibt mehrere unterschiedliche Faktoren, die den Preis einer Infrarotheizung beeinflussen. Daher kann es nicht schaden, sich diese Faktoren ein wenig genauer anzuschauen, um das Preis-/Leistungsverhältnis einer Infrarotheizung besser einschätzen zu können.

Leistung und Größe

Den größten Einfluss auf den Preis haben aber die Leistung und die Größe der Infrarotheizung. Diese sind abhängig vom Wärmebedarf und der Raumgröße. So kann es bei einem großen Raum beispielsweise wärmetechnisch sinnvoller sein, mehrere kleine Infrarotheizungen über den Raum zu verteilen als eine große zu installieren. Kleinere Geräte sind jedoch in Relation zu größeren und leistungsstärkeren Heizelementen teurer, was zu einer Preissteigerung zwischen 20 und 40 Prozent führen kann. Beispielsweise zahlt man für eine einfache Infrarotheizung mit 600 Watt Leistung ca. 220 Euro, so kosten zwei Heizelemente mit je 300 Watt bei gleichen Standards schon um die 300 Euro.

Optik, Funktion und Ausführung

Auch der Verwendungszweck und der Einsatzort haben Einfluss auf den Preis einer Infrarotheizung. Sollen sie sich außerdem nicht nur optisch, sondern auch durch ihre Farbe und Materialbeschaffenheit in die Raumumgebung einpassen, oder über spezielle Zusatzfunktionen verfügen, kommen spezielle Bauarten von Infrarotheizungen zum Einsatz. Spiegelheizungen im Badezimmer, Bilderheizungen im Wohnzimmer oder beschreibbare Tafelheizungen in Kinderzimmern oder Küche haben ihren Preis. Bei gängigen Modellen mit einer Leistung von 300 Watt muss man sich bei verschiedenen Ausführungen auf ungefähr folgende Preise einrichten:

  • Spiegelheizung: ca. 300 Euro
  • Marmorplatte: ca. 400 Euro
  • Bildheizung: ca. 180 Euro
  • Tafelheizung: ca. 270 Euro

Im Vergleich dazu erhält man bei Infrarotheizungen mit gleicher Leistung als einfache Ausführung weitaus günstiger:

  • Deckenheizelement: ca. 180 Euro
  • Standardinfrarotheizelement: 120 Euro

Marken und Siegel

Mit einem Mehrpreis muss man bei verschiedenen Marken und Herstellern rechnen. Diese Aufschläge werden in der Regel mit der Bekanntheit, Erfahrung, Kundenzufriedenheit und der Qualität einer Marke bzw. eines Herstellers begründet.

Darüber hinaus erfüllen die Infrarotheizungen vieler Hersteller besondere Kriterien, die durch Prüfsiegel und Zertifikate nachgewiesen werden, z. B. für besonders umwelt- und klimafreundliche Produkte, spezielle Sicherheits- oder Qualitätsnormen. Die Kosten für die Prüf- und Zertifizierungsverfahren werden anteilig in den Verkaufspreis der Infrarotheizung eingerechnet.

Thermostate und Zubehör

Ebenfalls einen nicht unwesentlichen Einfluss auf den Verkaufspreis haben Zusatzfunktionen, Thermostate und Zubehör. Thermostate und Zubehör dienen der bedarfsgerechten und komfortablen Regelung der Infrarotheizung. Eine vermeintlich günstige Infrarotheizung kann durch zusätzliche Anschaffungskosten für Thermostate, Regler und anderer Zubehör letztlich teurer werden als eine Infrarotheizung, die damit von vorneherein ausgestattet ist.

 

Artikel-Quelle:

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Fußball: Schädigen Kopf­bälle auf Dauer das Gehirn?

Januar 22nd, 2015

Im Extremfall prallt ein Fußball mit 100 Stundenkilo­meter auf den Kopf eines Spielers, wenn er ihn als Kopf­ball annimmt. Eltern von US-Fußball­junioren sorgen sich, dass Kopf­bälle im Fußball dem Gehirn lang­fristig schaden können. Sie fordern strengere Regeln und haben kürzlich gegen den Welt­fußball­verband Fifa und mehrere US-Fußball­verbände Klage einge­reicht. test.de sprach mit Experten, um zu klären, wie groß die Gefahr durch Kopf­bälle wirk­lich ist.

Eltern von US-Juniorfuß­ballern in Sorge

In Deutsch­land ist Fußball traditionell die beliebteste Sport­art bei Kindern und Jugend­lichen. Für 2014 registrierte der Deutsche Fußball­bund fast 1,9 Millionen Junior­mitglieder bis 18 Jahre. Mitt­lerweile wächst auch beim US-Nach­wuchs die Fußball­begeisterung – doch Mütter und Väter sind nicht immer begeistert vom Soccer. Sie fürchten unter anderem Gehirn­erschütterungen und chro­nische Hirn­schäden durch Kopf­bälle. Deshalb haben Eltern von Juniorfuß­ballern in den USA Ende August 2014 US-Fußball­verbände sowie die Welt­fußball­organisation Fifa vor einem Gericht in Kalifornien verklagt: Die Fußball­regeln reichen ihrer Einschät­zung nach nicht aus, um beispiels­weise vor Kopf­ball-Folgen zu schützen und sollten daher verschärft werden. In vielen Sport­arten, die in den USA populär sind, wie Base­ball, Eis­hockey und American Football, ist das Tragen eines Kopf­schutzes üblich. Die Fifa wollte sich auf Anfrage von test.de nicht zu dem aktuellen Gerichts­verfahren äußern. Laut medizi­nischen Fachleuten der Fifa werden die Auswirkungen des Kopf­ball­spiels aber erforscht.

Studien deuten Risiken an

In den vergangenen Jahren erschienen verschiedene Studien, die einen Zusammen­hang zwischen intensivem Kopf­ball­spiel, Hirn­ver­änderungen und kognitiven Defiziten andeuten: So analysierten etwa Wissenschaftler der New Yorker Yeshiva Universität per diffusions­gewichteter Magnetresonanztomografie unnormale weiße Stellen im Gehirn von Fußballern, die laut eigener Angaben jeweils mehr als 885 Bälle im Jahr köpfen (Soccer Heading Is Associated with White Matter Microstructural and Cognitive Abnormalities). Diese Spieler schnitten bei kognitiven Tests schlechter ab als Spieler, die seltener köpften. Auch ein Forscher­team aus den USA und Deutsch­land hatte in den Gehirnen von Profifuß­ballern im Vergleich zu Leistungs­schwimmern groß­flächigere Veränderungen in der weißen Substanz entdeckt, die für die Nerven­kommunikation bedeut­sam ist (White Matter Integrity in the Brains of Professional Soccer Players Without a Symptomatic Concussion). Die Autoren schließen einen Zusammen­hang zum Kopf­ball­spiel nicht aus. Allerdings räumen sie selbst metho­dische Grenzen ihrer Studien ein – nur wenige Dutzend Probanden, kein Lang­zeitfokus.

Gehirn­erschütterungen nach Zusammenprall

Der Kinder­chirurg Professor Peter P. Schmittenbecher vom Klinikum Karls­ruhe, Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, hält das Risiko durch Kopf­bälle bei Kindern und Jugend­lichen für trag­bar. Es lägen keine evidenz-basierten Studien vor, die Anlass zur Sorge gäben. Auch zu akuten Verletzungen führten Kopf­bälle nur sehr selten. „Von etwa 14 000 Notfällen, die wir im Klinikum Karls­ruhe jähr­lich versorgen, sind Unfälle durch Kopf­bälle die absolute Ausnahme“, sagt Professor Schmittenbecher. Viel häufiger verursachten Kopf-an-Kopf-Zusammen­stöße beim Fußball Gehirn­erschütterungen und Prel­lungen. Das bestätigt auch die jüngste Verletzungs­studie des europäischen Fußball-Dach­verbands Uefa für Top-Profi-Clubs. Danach gehen nur etwa 0,5 Prozent der Verletzungen auf das Konto von Kopf­bällen. Deutlich mehr Kopf­verletzungen entstehen danach durch den Zusammenprall mit Torpfosten oder Mitspielern. Als besonders gefähr­lich gelten sogenannte Quer­schläger – Bälle, die während des Spiels den Kopf unvor­hergesehen mit Wucht treffen. Sie können lebens­bedrohliche Hirn­blutungen auslösen.

Biomechaniker setzen auf Technik und Training

Biomechaniker der Deutschen Sport­hoch­schule in Köln beschäftigten sich mit den Risiken des Kopf­ball­spiels aus bewegungs­wissenschaftlicher und traumatologischer Sicht. „Hart geschossene Fußbälle mit Spitzen­geschwindig­keiten bis zu 100 Stundenkilo­metern werden nur selten in Anflug­richtung zurück beschleunigt“, erklärt Erich Kollath von der Sport­hoch­schule Köln. Daher wirke meist nur ein Teil der Kraft auf den Kopf. Zudem entständen die meisten Kopf­ball­situationen nach Flanken, bei denen der Ball bei weitem nicht Maximal­geschwindig­keit habe. Kollath ist über­zeugt, dass ein adäquates Techniktraining Risiken verringern kann: „Vor der Kontakt­phase beim Kopf­ball sollte der Spieler eine Ausholbewegung in entgegen­gesetzter Richtung ausführen.“ Zudem sollten die Augen möglichst lange offen bleiben, um die Flugbahn des Balls besser abschätzen zu können und ihn dann präzise mit der Stirn zu treffen. Kräftige Nacken- und Rück­muskeln trügen dazu bei, die einwirkende Kraft besser zu verteilen. Wichtig: „Bei einem Kinder- und Jugend­training sollten maximal drei Serien von jeweils zehn Kopf­bällen mit alters­gemäßen Bällen durch­geführt werden“, rät Kollath. Dazwischen seien Pausen von sieben bis zehn Minuten wichtig. Als Spiel­element gewinne der Kopf­ball über­dies erst ab der C-Jugend vermehrt an Bedeutung, also ab 13 Jahren. Dann erst werde aus tech­nisch-taktischer Sicht das Spiel über Außen mit Flanken vor das Tor bedeut­samer.

Den richtigen Ball wählen

Die Wucht von Kopf­bällen lässt sich auch durch passende Bälle verringern. Je nach Alter sollten Fußball­trainer beim Kopf­ball­training Bälle aus leichtem Material einzusetzen, empfiehlt Kollath. Dazu eigneten sich im Vorschul­alter Schaum­stoff- und Softbälle. Bei Kindern bis zehn Jahren sollten zwischen­durch spezielle Light-Bälle zum Einsatz kommen. „Dadurch verlieren die Kinder die Angst vor dem Kopf­ball­spiel und können sich auf die Aneignung der richtigen Technik konzentrieren“. Biomecha­nische Messungen hätten ergeben, dass sich neben der Anflug­geschwindig­keit auch der Luft­druck eines Balls auf den Aufprall auswirke. Er darf laut Richt­linien von 0,6 bis 1,1 bar variieren, sollte beim Kopf­ball­training aber keinesfalls ausgeschöpft sein. Der Deutsche Fußball­bund empfiehlt für Kinder- und Jugend­training zudem kleinere und leichtere Bälle. Ein Wett­kampf­ball sollte bis einschließ­lich E-Jugend maximal 290 Gramm wiegen, ein herkömm­licher Fußball bringt bis zu 450 Gramm auf die Waage. Egal, ob beim Amateur- oder Profifuß­ball – längst rollen Bälle mit einer wasser­abweisenden Schutz­schicht über den Rasen. Die saugen sich – anders als früher die offenporigen Lederbälle – nicht mit Wasser voll und werden bei Nässe nicht schwerer.

Kopf­schutz über­zeugt nicht

Besonders in den USA diskutieren Fachleute seit Jahren, ob ein spezieller Kopf­schutz vor Gehirn­erschütterungen schützen kann. In den Vereinen dort tragen vor allem Frauen und jüngere Spieler einen stirnband­ähnlichen Schutz. Die Fifa hat das genehmigt. Wissenschaftler der Universität Northern Kentucky beschrieben 2009 in einer Über­blicks­studie, dass noch Forschungs­bedarf beim Thema Kopf­schutz bestehe (Protective Headgear for Soccer Players: An Overview). Offen­bar können handels­übliche Modelle Schädel und Hirn bei Zusammen­stößen schützen, der Nutzen bei Kopf­bällen ist noch nicht belegt. Doch Ingenieure tüfteln an neuen Materialien: 2014 präsentierten indonesische und malaysische Forscher einen Test, wonach ein Kopf­schutz aus dem Schaum vom Knieschützern die Wucht von Kopf­bällen dämpfen kann (Impact-absorbing Materials in Reducing Brain Vibration Caused by Ball-to-head Impact in Soccer).

Kopf­bälle machen Spiel spannend

„Beim Fußball besteht eben ein gewisses Verletzungs­risiko“, sagt der Kinder­chirurg Schmittenbecher. Er hält es trotzdem für sinn­voll, wenn Kinder Fußball spielen. Durch Inaktivität entständen neue Risiken wie Überge­wicht, Gelenk­probleme und Diabetes. Diese Einschät­zung dürfte Fußball­taktiker freuen: „Mit Kopf­bällen können vor dem gegnerischen Tor gefähr­liche Situationen entstehen“, schreibt der Deutsche Fußball­bund in seinen Trainings­empfehlungen für C-Jugend-Spieler. Die Welt­meisterschaft in Brasilien habe gezeigt, dass Flanken und Stan­dard­situationen durch kopf­ball­starke Spieler an Durchschlags­kraft gewinnen.

Fazit: Eltern sollten Training beob­achten

Es liegen keine über­zeugende Studien vor, die gesundheitliche Schäden durch moderates Kopf­ball­spielen im Kinder-, Jugend- und Amateurfuß­ball nach­weisen. Allerdings raten Experten, Kopf­bälle im Kinder- und Jugend­fußball oft auch mit leichteren Bällen und grund­sätzlich nicht im Über­maß zu trainieren. Eltern von Vereins-Fußball­junioren können sich bei den Trainern erkundigen, wie oft und mit welchem Ball­material sie Kopf­bälle einüben. Das größte Risiko für Gehirn­erschütterungen und andere schwerwiegende Kopf­verletzungen entsteht beim Fußball offen­bar, wenn Spieler mit den Köpfen oder Pfosten zusammen­stoßen. Aber egal, was die Ursache ist: Sobald der Verdacht einer Gehirn­erschütterung besteht, sollten betroffene Spieler sofort mit dem Spiel aufhören und einen Arzt aufsuchen. Möglicher­weise wird der eine längere Fußball­pause verordnen, weil Gehirn­erschütterungen ausheilen müssen.

 

Link zur Homepage:

www.test.de/

Nacht­blindheit: Wenn Dunkelheit zum Problem wird

Januar 3rd, 2015

Wer einen schlecht beleuchteten Raum betritt, sieht zunächst wenig – das Auge gewöhnt sich aber an die Dunkelheit. Wer nacht­blind ist, wartet darauf vergebens. Das Sehvermögen bleibt bei Dämmerung oder Nacht vermindert. Häufige Ursache: Bestimmte Zellen der Netzhaut funk­tionieren nicht richtig. Die Stäbchen, also die Sinnes­zellen für hell und dunkel, arbeiten dann nur noch einge­schränkt oder gar nicht. Nacht­blindheit kann vererbbar sein, so wie bei der Augen­krankheit Retino­pathia pigmentosa – oder Folge eines Diabetes. In Entwick­lungs­ländern ist oft ein Mangel an Vitamin A die Ursache, bei uns eher selten. Wer an grauem Star leidet, sieht durch die Trübung der Linse im Dunkeln zwar verschwommen und fühlt sich von Licht geblendet – nacht­blind ist er nicht.

Tipp: Wer nachts schlecht sieht, sollte beim Augen­arzt die Ursache klären lassen. Und er sollte darauf verzichten, sich bei Dunkelheit ans Steuer zu setzen.

externer Link zum Artikel:

FAQ Rauchmelder: Wann und wo die Lebens­retter ab 2015 Pflicht sind

Januar 2nd, 2015

Weil Rauchmelder vor dem Tod durch Feuer und durch das Einatmen von Rauch schützen können, werden sie in immer mehr Bundes­ländern zur Pflicht. Inzwischen müssen Eigentümer von Häusern und Wohnungen vieler­orts sogar Altbauten mit den Warngeräten nach­rüsten. In Baden-Württem­berg und Hessen muss das bis zum 31. Dezember 2014 geschehen. Finanztest erklärt, welche Regeln in den einzelnen Bundes­ländern gelten und was sie für Eigentümer und Mieter bedeuten.

In Baden-Württem­berg, Hamburg, Hessen, Meck­lenburg-Vorpommern, in Rhein­land-Pfalz und Schleswig-Holstein müssen die Rauchmelder in allen Neu- und Altbauten installiert sein. In Bayern, Bremen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, Saar­land, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt die Einbaupflicht zunächst nur für Wohnungen, die neu gebaut werden. In den kommenden Jahren sind dort die Altbauten aber auch mit Rauchmeldern nach­zurüsten. In Berlin, Brandenburg und Sachsen gibt es dagegen derzeit weder für Neu- noch für Altbauten eine Melder­pflicht.

Einbau meist Vermietersache

In der Regel der Eigentümer. Der Mieter muss den Vermieter zur Installation der Geräte in die Wohnung lassen. In Meck­lenburg-Vorpommern ist der Bewohner zur Installation der Geräte verpflichtet. In den Ländern Hamburg, Rhein­land-Pfalz und Sachsen-Anhalt ist nicht klar geregelt, ob Vermieter oder Mieter die Rauchmelder einbauen müssen. „Hier sind die Eigentümer zuständig“, sagt Leif Peterson, Hamburger Fach­anwalt für Miet- und Wohnungs­eigentums­recht. Dies ergebe sich bereits aus der Verkehrs­sicherungs­pflicht des Eigentümers für das Gebäude. In Eigentums­anlagen entscheidet die Gemeinschaft per Mehr­heits­beschluss über den Einbau. Das bedeutet: Wer dagegen gestimmt hat, muss den Einbau dennoch bei sich dulden und auch mitbezahlen.

Rauchmelder müssen in Schlafräumen, Kinder­zimmern und Fluren, die als Rettungsweg dienen können, installiert werden. Grund­lage dafür ist die Bauordnung des jeweiligen Bundes­landes. Rauchmelder sollten an der Zimmerdecke angebracht werden – am besten in der Mitte. Bei einem Brand sterben Menschen in den meisten Fällen, weil sie das Feuer nicht bemerken und im Schlaf ersti­cken.

Bislang keine flächen­deckenden Kontrollen

Unmittel­bar passiert nichts. Es ist kein Bußgeld für Sünder vorgesehen. Nach den Landes­bau­ordnungen ist aber dann ein Bußgeld möglich, wenn ein Eigentümer einen Rauchmelder ohne das EU-Sicher­heits­zeichen „CE“ installiert. In der Praxis dürften solche Bußgelder aber selten sein, da keine flächen­deckenden Kontrollen statt­finden. Beim Kauf von Rauchwarngeräten sollten sich Vermieter und Mieter an gut getesteten Geräten orientieren.

Nein. Betriebs­kosten sind nur solche Ausgaben, die regel­mäßig, etwa monatlich oder jähr­lich, beim Betrieb einer vermieteten Immobilie entstehen. Wer Rauchmelder kauft und einbaut, hat diese Kosten aber nur einmalig. Statt Rauchmelder zu kaufen, können Vermieter diese aber auch von externen Firmen mieten. Ob die dann regel­mäßig fälligen Miet­kosten als Betriebs­kosten gelten, die der Mieter zahlen muss, ist umstritten. Der Deutsche Mieterbund sagt Nein. Es gibt aber ein Urteil des Land­gerichts Magdeburg, wonach die Miet­kosten umleg­bar sind (Az. 1 S 171/11). Ob sich diese Recht­sprechung durch­setzen wird, ist fraglich. Über die Miet­kosten eines Öltanks etwa hat der Bundes­gerichts­hof 2008 entschieden, dass diese der Vermieter nicht als Betriebs­kosten umlegen kann (Az. VIII ZR 92/08).

Einbau eines Rauchmelders gilt als Modernisierungs-Maßnahme

Ja. Der Einbau von Rauchmeldern ist eine Modernisierung der Wohnung. Dies recht­fertigt eine Miet­erhöhung. Der Vermieter darf die Jahres­miete laut Gesetz dauer­haft um 11 Prozent der Ausgaben erhöhen. Hohe Summen fallen so aber nicht an.

Beispiel Miet­erhöhung: Der Vermieter gibt 200 Euro aus, um Rauchmelder zu kaufen und in einer vermieteten Wohnung installieren zu lassen. Er darf die Jahres­miete daher um 22 Euro erhöhen. Die monatliche Miete steigt also um 1,83 Euro.

Wartung von Rauchmeldern

In Baden-Württem­berg, Bayern, Bremen, Hessen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen und Schleswig-Holstein ist die Frage klar geregelt: Der Bewohner ist zuständig, es sei denn, der Eigentümer über­nimmt die Aufgabe freiwil­lig. Da in Meck­lenburg-Vorpommern der Bewohner zum Einbau der Rauchmelder verpflichtet ist, muss er die Geräte auch warten lassen. In den übrigen Ländern ist, wie beim Einbau auch, in der Landes­bau­ordnung niemand konkret zur Wartung verpflichtet. Auch hier ist nach Ansicht von Rechts­anwalt Peterson der Vermieter zuständig.

Die Wartung ist in der Din 14676 geregelt. Danach wird etwa über­prüft, ob die Öffnungen des Rauchmelders frei von Staub und Flusen sind, und ein Probealarm ausgelöst. Notfalls werden Batterien ausgewechselt. Wenn Mieter zum Beispiel durch eine Klausel im Miet­vertrag für die Wartung zuständig sind, sollten sie diese nicht selbst durch­führen, sondern einen Techniker beauftragen. Denn wer die Geräte selbst wartet und Fehler macht, haftet im Falle eines Brands möglicher­weise für Schäden.

Ja, das darf er, wenn die Kosten im Miet­vertrag erwähnt sind. Steht dort unter dem Stich­wort „Sons­tige Betriebs­kosten“ auch die Position „Wartung Rauchmelder“, muss der Mieter zahlen. Umstritten dagegen ist, was gilt, wenn die Wartungs­kosten nicht explizit im Miet­vertrag aufgeführt sind. Laut dem Land­gericht Magdeburg darf der Vermieter die Wartung dennoch auf die Mieter verteilen (Az. 1 S 171/11). Das Amts­gericht Biele­feld aber stellt sich auf die Seite des Mieters (Az. 17 C 288/11): Wartungs­kosten, die nicht im Vertrag stehen, muss er nicht bezahlen.

Eigentümer sollten kein Risiko eingehen

Das ist unklar. Es gibt noch keine Urteile. Die Versicherungs­gesell­schaft Allianz schreibt: „Ein Rauchmelder soll nicht vor Sach­schäden schützen, sondern Menschen­leben retten. Daher wird die Allianz deutsch­land­weit auch bei Verstoß gegen die Rauchmelder­pflicht den Versicherungs­schutz in vollem Umfang bieten.“ Anders das Amts­gericht Hamburg-Blankenese 2013: Eigentümer, die trotz Pflicht keine Melder einbauen, gefährden den Schutz aus einer Gebäude­versicherung (Az. 531 C 125/13). Nach Ansicht des Hamburger Rechts­anwalts Leif Peterson sollten Eigentümer gar kein Risiko eingehen. „Es ist nicht auszuschließen, dass Versicherer bei Schadenfällen in Zukunft die Leistung kürzen, wenn Rauchmelder trotz Pflicht in der Wohnung fehlen.“ Um Menschen­leben zu schützen und den eigenen Versicherungs­schutz nicht zu gefährden, sollten Eigentümer und Bewohner die Pflicht deshalb auf jeden Fall ernst nehmen.

 

Website:

www.test.de/

Der Schockraum – am Puls der Notaufnahme

Januar 2nd, 2015

Er ist das Herz jeder Notaufnahme. Diese vier Wände stellen die Schnittstelle zwischen Krankenwagen, Rettungshubschrauber und Krankenhaus dar: der Schockraum, ausgestattet mit modernsten Apparaten, kleinen Laboren, Beatmungsmaschinen, mächtigen Röntgen- und Infusionsgeräten. An diesem Ort versuchen Ärzte nach Verkehrs- und Arbeitsunfällen, nach Stürzen aus großer Höhe oder Verbrennungen das Überleben von Patienten zu retten. Selbst kleine Operationen sind in manchen Räumen möglich. Notfallversorgung, bei der jede Sekunde zählt.

Etwa 30.000 Schwerverletzte werden nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie pro Jahr in die Schockräume deutscher Krankenhäuser eingeliefert. Anders als aus einschlägigen Fernsehserien bekannt, braucht man dazu nicht möglichst viel Geschrei, Chaos und Hektik. Viel mehr sind im realen „Emergency Room“ klare Strukturen, eingeübte, festgelegte Abläufe und schnelle Entscheidungen gefragt. Pfleger und Ärzte verschiedenster Fachrichtungen müssen dort im Team reibungslos zusammenarbeiten. Und Deutschland kann sich damit schmücken, dass das meist gut funktioniert.

 

Untersuchungen haben nämlich gezeigt, dass in den vergangenen Jahren die Sterberate schwerverletzter Unfallopfer in deutschen Kliniken um über die Hälfte gesenkt werden konnte – von rund 25 Prozent auf unter 10 Prozent. Unfallchirurgen des Uniklinikums in Essen hatten für diese Ergebnisse Informationen von rund tausend Polytrauma-Patienten ausgewertet, die von 2002 bis 2011 in der Essener Klinik im Schockraum erstversorgt worden waren. Andere Zahlen machen dazu deutlich: Die Versorgung wird auch schneller. Durch eine bessere Raumaufteilung, modernere Ausstattung und kürzere Wege ist die Zeit vom Eintreffen des Patienten im Schockraum bis zu einem Notfall-CT beispielsweise von durchschnittlich 38 Minuten im Jahr 2002 auf heute nur noch 21 Minuten gesunken.

Struktur, Organisation und Ausstattung retten also Leben, aber was genau steckt hinter den steifen Begriffen? Mit Hilfe von Uwe Schweigkofler, Leitender Arzt des Notfall- und Rettungszentrums der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Frankfurt (BGU), haben wir ein kleines Einmaleins erstellt.

 

Schockraum-Leader

Teilweise behandeln im Schockraum bis zu zehn Ärzte und Pfleger gleichzeitig einen Patienten. Die Arbeit im Schockraum ist Teamarbeit. Damit dabei aber der Überblick bewahrt wird, muss es einen geben, der den Ton angibt und alles koordiniert. Das muss nicht immer derselbe sein, er muss auch nicht zwangsläufig einer bestimmten Fachrichtung angehören. Er kann Anästhesist, Chirurg oder Internist sein. Das einzige Kriterium, das der Schockraum-Leader erfüllen sollte, lautet: genügend Erfahrung in der Behandlung von lebensgefährlich Erkrankten und Schwerverletzten haben.

 

Bunte Westen

In vielen Kliniken trägt der Teamleiter als optische Hervorhebung eine bunte Weste. In einigen Schockräumen gibt es auch farbig gekennzeichnete Westen oder Röntgenschürzen für Ärzte mit anderen Funktionen. Das dient dem Überblick, denn im kritischen Fall darf es keine hierarchischen Streitigkeiten geben.

 

ABCDE-Schema

Bei diesem Schema steht A für airway, Luftwege; B steht für breathing, Atmung; C steht für circulation, Kreislauf, D für disability, neurologische Ausfälle, und E für exposure, umgebende Faktoren. Dieser Algorithmus ist eine Art Leitfaden, nach dem Ärzte bei einem Schwerverletzten prioritätenorientiert vorgehen sollen. Da die Sicherung der Atemwege eine hohe Priorität hat, stehen A und B am Anfang. Da im Schockraum Teamarbeit gefragt ist, kann sich die Anästhesie aber um A und B kümmern, während der Chirurg sich gleichzeitig mit Punkt C, dem Kreislauf, beschäftigt. Wichtig ist die gemeinsame Sprache, dass alle wissen, um was es bei A, B oder C geht. Studien zeigen, dass ein Abweichen vom Leitfaden zu mehr Komplikationen führen und sogar bis zu zwei Prozent vermeidbare Todesfälle produzieren kann. Deswegen lautet die Devise unter Ärzten: „Treat first what kills first.“

 

Das Manchester Triage System

Dies ist ein Verfahren zur Einschätzung der Behandlungsdringlichkeit von Patienten, das mittlerweile in den meisten deutschen Kliniken genutzt wird. Triage bezeichnet dabei die Methodik, den Schweregrad der Erkrankung in kurzer Zeit zu erkennen. Patienten werden nach Eintreffen in der Notaufnahme je nach Beschwerden verschiedenen Kategorien zugeordnet. Rot bedeutet: Eine sofortige Behandlung ist nötig. Kategorie Orange heißt: Sehr dringende Behandlung, ein Arzt sollte innerhalb von zehn Minuten beim Patienten sein. Kategorie Gelb: Dringende Behandlung, der Patient kann aber bis zu 30 Minuten warten. Kategorie Grün: Normal, Behandlung ist innerhalb der nächsten 90 Minuten möglich. Als Letztes gibt es noch die Kategorie Blau: Nicht dringend. Meist ordnet das EDV-System die Patienten automatisch nach den Farben. Sind zwei Patienten der Kategorie Gelb da, entscheidet die Reihenfolge des Eintreffens.

 

Sampler-Schema

Ähnlich wie das ABCDE-Schema nutzen Ärzte das Sampler-Schema, um eine rasche Notfallanamnese zu erheben und um Informationen strukturiert weiterzugeben. Besonders wichtig ist dieses Schema, wenn der Patient notfallmäßig operiert und narkotisiert werden muss. S fragt die Symptome ab, A die Allergien, M die Medikation, P steht für past medical history, die medizinische Vorgeschichte, L für last oral intake, die letzte Nahrungsaufnahme, E für events prior to incident, dem Vorfall vorangegangene Ereignisse, und R für Risikofaktoren.Der nach Leipzig ausgeflogene Ebola-Patient aus Westafrika befindet sich in einem hochgradig kritischen Zustand. Das sagte Oberarzt Thomas Grünewald vom Klinikum St. Georg, wo der Mann seit Donnerstag behandelt wird.

 

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Smarte Helfer am Heizkörper – Marktüberblick Smart Home: So sparen Sie intelligent bis zu 30 Prozent Heizkosten

Januar 1st, 2015

Auch wenn in Deutschland noch kein Schnee liegt: Der Winter kommt bestimmt – und dann ist Heizen angesagt. Zwar sind die Heizkosten zuletzt gesunken, Heizöl ist sogar so günstig wie seit Jahren nicht. Mittelfristig erwarten Experten jedoch, dass Öl und Gas wieder deutlich im Preis steigen.

Wer dauerhaft seine Heizkosten senken will, hat deshalb nur eine Wahl: Mit dem richtigen Heizverhalten den Verbrauch dramatisch senken. „Smarte“ Thermostate oder Heizungssysteme versprechen bis zu 30 Prozent Heizkosten-Einsparung. Das gilt sowohl für Altbau- als auch für Neubauwohnungen – und auch für Mieter.

 

Jeden Heizkörper einzeln programmieren

Gerade ältere Heizungen lassen oft nur grobe Temperatureinstellungen zu: von leicht warm bis heiß. Auf das Verhalten der Bewohner im Haus oder in der Wohnung nehmen sie keine Rücksicht. Kleine technische Helfer schaffen da Abhilfe. Intelligente Thermostate können problemlos an jedem Heizköper einer Wohnung montiert werden. Über sie können die Bewohner ihr persönliches Heizprofil programmieren, das die Wärme jedes Raums auf Wunsch anpasst und die Heizung zeitgesteuert an- und ausschaltet. Dann wird zum Beispiel das Badezimmer morgens früh angenehm warm aufgeheizt. Nach der morgendlichen Toilette aller Bewohner fährt das Thermostat die Heizleistung automatisch wieder zurück. Er kurz bevor die Bewohner von der Schule oder der Arbeit zurückkehren, fährt das Thermostat die Heizung wieder an.

Einige dieser „smarten“ Thermostate lassen sich zusätzlich per Fernbedienung vom Smartphone aus steuern. Damit ist der Zugriff auf jedes einzelne Thermostat möglich. „Dieses System lässt sich sogar noch ausbauen“, erzählt Sigfried Pongratz, Leiter der Abteilung Smarte Technologien beim Verband der Elektrotechnik. Dafür müssen die kleinen Helfer allerdings miteinander vernetzt werden; zum Beispiel per WLAN. In einem echten Smart Home können die einzelnen Thermostate noch genauer aufeinander abgestimmt und das Heizsystem von unterwegs via Tablet, PC oder Smartphone konfiguriert werden.

Das Smartphone weiß, ob jemand zu Hause ist

Eine solche „smarte“ Steuerung ist auch direkt am zentralen Heizungssystem möglich. „Über Wärmesensoren in den einzelnen Räumen hat der Hausbesitzer dann die Temperaturen an jedem Ort in seinem Haus im Blick und kann diese regulieren“, sagt Pongratz.

Auch dieses System kann noch einmal erweitert werden; etwa um funkbasierte Tür- und Fensterkontakte. Dieses Feature bietet zum Beispiel das Smart Thermostat der Firma Tado. „Unser ‚smartes‘ Heizsystem reagiert auf das Öffnen von Fenstern und Türen und passt die Wärmezufuhr in dem entsprechenden Raum an“, erklärt Tado-Sprecherin Stefanie Sedlak. Das System lasse sich zudem mit den Smartphones der Hausbewohner verbinden und reagiert dann auf deren Bewegungen im Haus. „Wenn der letzte Bewohner mit seinem Smartphone das Haus verlässt, fährt das System die Wärmezufuhr des gesamten Hauses automatisch runter.“

Surftipp:

Lösungen für Mieter

Die Möglichkeiten zur intelligenten Haussteuerung sind vielfältig. Für Mieter ist es meist am sinnvollsten, Thermostate für einzelne Heizkörper zu nutzen, da sie in der Regel keinen Zugriff auf die zentrale Heizung haben. Unternehmen wie EQ-3 haben ihr Angebot darauf abgestellt. „Mit unserem Energiesparregler N richten wir uns an Kunden, die nur einzelne Heizkörper einstellen wollen“, sagt Sprecherin Helena Delmenhorst. Über das HomeMatic-System können alle smarten Thermostate miteinander vernetzt und über eine App gesteuert werden. Wer will, kann zusätzliche Zwischenstecker erwerben und damit nicht nur seine Heizung per App steuern, sondern auch das Licht und andere elektronische Geräte über das Smartphone bedienen.

Musterrechnung: So schnell lohnen sich smarte Thermostate

Die Anbieter versprechen, dass Wohnungs- und Eigenheimbesitzer mit der neuen Technik bis zu 30 Prozent Heizkosten einsparen können. Ein Rechenbeispiel zeigt, dass sich der Aufwand lohnt:

Laut dem bundesweiten Heizspiegel 2014 zahlten die Bewohner einer 70 Quadratmeter großen Wohnung im letzten Jahr durchschnittlich 1.000 Euro Heizkosten. Für „smartes“ Heizen sind fünf bis sechs intelligente Thermostate an den Heizkörpern nötig. Diese kosten in der Anschaffung rund 150 Euro kosten, reichen aber bereits aus, um die Heizkosten im Jahr um 300 Euro zu senken.

Normalerweise können die Bewohner die smarten Thermostate selber an den Heizkörpern anbringen. „Ein wenig technikaffin sollte der Kunde schon sein“, rät Delmenhorst. Will ein Hausbesitzer jedoch sein zentrales Heizungssystem mit einer smarten Steuerungseinheit versehen, sollte diese auf jeden Fall von einem fachkundigen Heizungstechniker installiert werden.

Originalbeitrag lesen:

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen