Wie viel Willenskraft ist gut?

November 27th, 2014

Dieser Text beginnt aus gutem Grund mit einem Poesiealbum-Spruch. Also kurz mal visualisieren – weiße viereckige Albumseite, krakelige Filzstiftschrift, ein paar ebenso krakelige Sterne drum herum: “Das kleine Wort ‚Ich will’ ist mächtig, spricht’s einer leis und still; die Sterne reißt’s vom Himmel, das kleine Wort ‚Ich will’.”

Dieser Spruch sprach mir als Kind aus tiefster Seele. Denn ich wollte immer. Und ich wusste immer sehr genau, WAS ich wollte. Kam meine Freundin, hatte ich eine sehr klare Vorstellung, ob wir “Barbie kommt von der Arbeit nach Hause” oder “Es ist Samstagmorgen und Ken geht zum Bäcker” spielten. Und ob sie Barbie war oder Ken. Hatte sie keine Lust, setzte ich alles daran, sie umzustimmen. Ich duldete wenig Widerspruch. Dass sie trotzdem eine willige Spielgefährtin war, kam sicher nicht von ungefähr. Sie sagte mir viel später einmal, als wir schon längst erwachsen waren: “Du hast immer bestimmt. Aber ich fand es auch ganz bequem.”

Ich war kein lautes Kind, das polternd alles an sich riss, aber ich war mit einem gnadenlosen stillen Willen ausgestattet, dem es wenig entgegenzusetzen gab. Kam mir etwas überflüssig vor, wollte ich es allerdings mit gleicher Vehemenz nicht. Selten aber war mir irgendetwas egal. Ein Wesenszug, der in meiner Kindheit natürlich nicht immer nur Segen war, denn wenn die Umstände nicht meiner Vorstellung entsprachen, war ich unglücklich. Und natürlich ist die Grenze zwischen einem Kind mit starkem Willen und einem Egoisten fließend.

Menschen mit einem starken Willen sind freier

Erst im Laufe des Lebens hat sich herauskristallisiert, dass diese Eigenschaft, die ich damals nicht bewusst zur Kenntnis nahm, eine heiß begehrte Ressource ist. Denn Willenskraft ist auch ein Synonym für Beharrlichkeit, Entschlossenheit, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen. Menschen, die diese Eigenschaften besitzen, sind laut neuesten Forschungen am glücklichsten und erfolgreichsten. Durchhaltevermögen schlägt sogar Intelligenz und Talent.

Es gibt dieses legendäre Experiment aus den 60er Jahren, in dem der Psychologe Walter Mischel an der Stanford University vierjährigen Kindern ein Stück Mäusespeck hinlegte. Würden sie warten, bekämen sie ein zweites Stück. Die meisten aßen den Speck sofort auf, nur die wenigsten hielten durch. Mischel begleitete die Versuchspersonen über Jahre hinweg bis zum Erwachsenwerden und stellte fest: Wer schon als Kind über Selbstdisziplin verfügt hatte, verdiente später mehr Geld, lebte gesünder und in einer stabileren Partnerschaft als die impulsgesteuerten Sofortesser.

Warum ist das so? Da sind sich die Experten, allen voran der amerikanische Sozialpsychologe und gefeierte Autor Roy Baumeister (“Die Macht der Disziplin – wie wir unseren Willen trainieren können”), ziemlich einig: Menschen mit einem starken Willen sind freier. Wer die Selbstdisziplin aufbringt, auf den zweiten Mäusespeck zu warten, schafft sich Handlungsalternativen. Wer sich dagegen ungezügelt seinen Wünschen und Gelüsten hingibt, hat keine Kontrolle über sein Leben. Auch wenn es wie ein Paradoxon klingt – frei sein bedeutet, sich selbst zu beschränken.

Aber woher hat man diese Eigenschaft? Ist sie angeboren oder wird man durch die Eltern geprägt? Es gibt erstaunlich wenig psychologische Forschung über die Entwicklung von Willenskraft. Aber Studien aus dem Bereich der Kriminalität, für die Selbstkontrolle große Relevanz hat, zeigen zum Beispiel beträchtliche genetische Einflüsse darauf, ob wir generell impulsiv oder selbstkontrolliert sind. Diese Veranlagung paart sich dann mit dem, was uns unsere Eltern vorleben. Wenn sie uns zum Beispiel zeigen, dass man diszipliniert dranbleiben muss, wenn man etwas erreichen will, werden wir das als Kinder unbewusst übernehmen. Die Kinder dagegen, deren Eltern ihnen signalisieren: “Wenn du nicht mehr kannst, musst du nicht weitermachen”, werden eher aufgeben. Die so genannte Selbstmotivierungskompetenz wird gestärkt, wenn wir als Kind auch mal schwierige oder unangenehme Aufgaben allein lösen müssen. Das setzt jedoch voraus, dass wir uns im Großen und Ganzen von unseren Eltern verstanden fühlen.

Ich habe zum Beispiel mit zehn Jahren mit dem Reiten angefangen, weil ich es unbedingt wollte. Und ich erinnere mich, dass es mich am Anfang sehr angestrengt hat und ich vor jeder Reitstunde rasend aufgeregt war, weil mein Talent sich in Grenzen hielt. Aber Reiten zu lernen war mein großer Wunsch, und für mich war es keine Frage, ob ich dranbleiben würde. Meine Mutter, die mich zunächst zu den Reitstunden fuhr, hätte nie eine Ausrede gelten lassen, außer vielleicht hohes Fieber. Diese Haltung habe ich inhaliert. Und nie wieder abgelegt. Das Fazit? Ich reite heute immer noch, und zwar gar nicht so schlecht. Was wiederum die Theorie stützt, dass Durchhaltevermögen und Disziplin für den Erfolg einer Sache wichtiger sind als Talent…

Es gibt nur die Möglichkeit, weiterzumachen

Meine Fähigkeit dranzubleiben half mir im Studium und beim Berufseinstieg. Ich ertrug Demütigungen, Durststrecken und Zweifel. Ich war bei Weitem kein überdurchschnittlich schneller Durchstarter. Ich ließ mir viel Zeit, aber ich hatte ein Ziel und verlor es nicht aus den Augen. Es passierte nicht krampfhaft – ich kannte es nicht anders. Es erschien mir als der einzig mögliche Weg, ein gutes Leben zu führen. Das ist vielleicht das Geheimnis willensstarker Menschen: Es gibt in ihrem Kosmos keine andere Möglichkeit, als weiterzumachen.

Und genau das ist eben der Nachteil: Willenskraft kann sehr anstrengend und auch schmerzhaft sein. Sie nagt und brennt erbarmungslos. Oft wäre es schöner, die Dinge auch mal lockerer zu sehen. Andere machen und sich treiben zu lassen. Sich um nichts zu kümmern – nicht um die Pfunde am Bauch, nicht um den Karriereschritt. Wer einen starken Willen hat, ist in der Regel ein Optimierer. Und zwar in jedem Lebensbereich. Nicht umsonst sind die Menschen mit Burnout in der Regel diejenigen, die eine sehr große Selbstkontrolle haben. Und Beharrlichkeit und Disziplin stoßen bei anderen oft negativ auf.

Ja, man kann auch ein Zuviel an Willenskraft haben.

Die hohe Kunst ist es, sie virtuos spielen zu lernen, wie ein Instrument. Sozialpsychologe Dr. Malte Friese von der Universität des Saarlandes beschreibt das so: “Ich betrachte Selbstkontrolle als ein Geschenk, das es erleichtert, langfristige Ziele zu verwirklichen. Man kann dieses Geschenk einsetzen, aber man muss es nicht bei jeder Gelegenheit tun, die dafür geeignet wäre.” Auch mal bewusst unkontrolliert sein kann nämlich sehr schön sein: “Ich konnte nicht anders, ich musste mich betrinken und die Nacht durchfeiern.” Das ist der Gebrauch von Willenskraft für Fortgeschrittene.

Walter Mischel, der Mann mit dem legendären Experiment, hat es so formuliert: “Zum Leben gehört nicht nur Selbstkontrolle, sondern auch das Wissen, wann es Zeit ist, der Versuchung nachzugeben. Ein Zuviel an Selbstkontrolle ist ungelebtes Leben.” Und ich würde sagen: Der Mann hat recht.

  • Kleine Anleitung für Willenskraft-Willige

    Immer mal wieder in kleinen, überschaubaren Portionen die Selbstkontrolle überprüfen, zum Beispiel: Ich werde heute Süßigkeiten widerstehen. Wer seine Selbstkontrolle regelmäßig trainiert, wird tatsächlich besser.

  • Prioritäten setzen: sich nicht zu viel auf einmal vornehmen, sondern realistische Ziele anpeilen. Wenn man an zu vielen Fronten gleichzeitig kämpft, schwächt das die Willenskraft.

  • Konkret planen: nicht “Ich will jetzt endlich regelmäßig joggen”, sondern “Ich laufe diese Woche dreimal 20 Minuten”. Und dann steigern.

  • Keine Aufgabe aufschieben, die man in weniger als zwei Minuten erledigen kann.

  • Ausreichend schlafen: Zu wenig Schlaf ist der “Feind der Willenskraft”. Müde und überlastete Menschen können nicht diszipliniert sein.

Quelle:

www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/willenskraft-1197351

Alptraum: Im grössten Stress fällt das iPhone herunter – Display gebrochen

November 20th, 2014

Auch ich kann mir ein Leben ohne mein geliebtes iPhone nicht mehr vorstellen. Wie das ist, wenn das Smartphone seinen Geist aufgibt, musste ich kürzlich erleben. Wie das halt manchmal so ist, kommt man in Situationen, in denen man rückblickend etwas weniger hektisch reagieren sollte. Ich fand nach einer nervigen Fahrt durch die Stadt und endlosem Suchen nach einem Parkplatz endlich einen freien. Ich muss dazu erwähnen, dass es ein typischer Novembertag mit entsprechendem nasskalten Wetter war. In dem Stress erwartete ich auch noch einen Anruf von einem potentiellen Aufraggeber und was passiert? Genau dann, als ich aus dem Auto ausstieg, bepackt mit Taschen, klingelte das iPhone. Ich fingerte es aus meiner Tasche und sah noch, dass es genau der Anruf war, auf den ich so sehnsüchtig gewartet hatte. Aber leider, leider hatte ich das iPhone nicht voll im Griff sozusagen und es passierte, was passieren musste. Aus Kopfhöhe fiel mir das Smartphone aus der Hand und traf mit einem grässlichen Geräusch auf den Straßenasphalt. Es lag mit dem Display nach unten auf der Straße und klingelte sogar noch, da war ich trotz des Schrecks einigermaßen beruhigt. Dann war der Schreck aber doch groß. Nachdem ich das iPhone aufgehoben hatte, sah ich die Bescherung. Das Display war gebrochen, sah aus, als ob da jemand draufgeschossen hatte. Natürlich ging auch der Touchscreen nicht mehr, den Anruf konnte ich also auch nicht mehr entgegen nehmen.Also was tun? Ich brauchte so schnell wie möglich ein funktionierendes Smartphone. Ich ging in ein Internet Café (ja, sowas gibt es noch) und googelte nach iPhone display Reparatur bzw. iPhone Reparatur. Es gibt da etliche Anbieter und ich suchte mir einen heraus, dessen Webauftritt ich sympathisch fand und fuhr mit meinem kaputten iPhone dahin. Der Laden hatte sich auf iPhone, iPad, iPod und Samsung Smartphones spezialisiert und der Inhaber nahm sich viel Zeit, um sich das iPhone anzusehen und um mich zu beraten.

Ich war sehr überrascht, dass er mir zusagen konnte, das iPhone innerhalb von 1 Stunde reparieren zu können und der Preis war sehr fair. Ich ließ das Telefon bei ihm und ging ein wenig bummeln und trank anschließend noch einen Kaffee, bis ich ich schließlich nach einer Stunde wieder in dem Laden war. Das iPhone war fertig und sah mit dem neuen Display und Touchscreen super aus. Es funktionierte alles, meine Daten waren alle da und ich einfach nur happy. Ich hatte mir schon ausgemalt, ein neues Handy kaufen zu müssen und noch dazu die Daten vom alten irgendwie auf das neue zu bekommen. Damit diese Sorge aus der Welt war, habe ich, nachdem ich zuhause war, als Erstes ein Backup auf meinen Laptop gespielt. Ach, übrigens, den potentiellen Auftraggeber rief ich mit dem reparierten iPhone noch am gleichen Tag zurück und erklärte ihm die Situation und was soll ich sagen, ich bekam den Auftrag!

COPD: In zwanzig Jahren typisches Frauenleiden

November 17th, 2014

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), die zum größten Teil mit dem “Raucherhusten” beginnt und mit Lungenblähung und -versagen schließlich tödlich enden kann, ist ein erhebliches gesundheitliches Problem. Dieses wird zunehmend zu einer “Frauensache” und die Zahl der Therapieplätze sei viel zu gering, wie steirische Mediziner warnen.

Schleichende Entwicklung

Studien zeigen, dass die Zahl der an COPD erkrankten Personen konsequent zunehme – auch in Österreich, so Gert Wurzinger, Primarius an der Abteilung für Lungenkrankheiten am LKH Hörgas-Enzenbach im Vorfeld des Welt-COPD-Tages am 19. November. Mehr als 500.000 Menschen in Österreich und alleine rund 75.000 in der Steiermark würden an einer behandlungsbedürftigen Form der Erkrankung leiden. 9.000 müssten in der Steiermark jährlich stationär behandelt werden

Verursacher seien hauptsächlich Gifte in der eingeatmeten Luft, vor allem durch aktives und passives Rauchen. Was für den Betroffenen als landläufige “Raucherbronchitis” beginnt, wird oft gar nicht als Krankheitsbild erkannt und entwickelt sich über Jahre schleichend in eine chronisch fortschreitende Abnahme der Lungenfunktion. Diese kann schließlich ins Emphysem (Lungenblähung) und sogar in ein Lungenversagen münden.

Insgesamt zeige sich bei den Erkrankungsfällen ein deutlich stärkerer Anstieg bei den Frauen als bei den Männern: “Vor 20 Jahren war die COPD eine typische Männerkrankheit. Jetzt haben die Frauen die Männer schon überholt und in 20 Jahren wird die COPD eine typische Frauenkrankheit sein”, sagte Wurzinger. Er führt die Verschiebung auf die vor 20 Jahren begonnene Zunahme des Zigarettenkonsums bei Frauen zurück: “Die Erkrankung folgt mit einem zeitlichen Abstand von 20 bis 40 Jahren”, so der Lungenexperte.

Vernachlässigte Früherkennung

Der steirische Primar kritisierte in diesem Zusammenhang, dass in Österreich die Früherkennung von Lungenkrankheiten im Allgemeinen und COPD im Speziellen vernachlässigt werde: “Schon Kinder beginnen zu rauchen. Wenn sie dann mit 40 oder 50 Jahren aufgrund von Atemnot den Arzt aufsuchen, muss festgestellt werden, dass schon 40 oder 50 Prozent der Lungenleistung unwiderruflich verloren sind”, so Wurzinger.

“Ein beträchtlicher Teil der stationären Aufnahmen und damit der Kosten könnten eingespart werden, wenn die Krankheit schon im Frühstadium entdeckt und behandelt werden könnte”, betonten auch die beiden Vorstände der steirisches Landesspitäler, Karlheinz Tscheliessnigg und Ernst Fartek.

Wurzinger kritisierte auch die mangelnde Möglichkeit der Rehabilitation für an den Lungen geschädigte Patienten in Österreich: “Nicht einmal zehn Prozent der benötigten Therapieplätze sind vorhanden”. Und während es in Deutschland nach der stationären Rehabilitation eine Weiterführung im patientennahen Bereich in Form von 800 “Lungensportgruppen” gebe, existiere in Österreich “nicht einmal eine einzige”. (APA, derStandard.at, 14.11.2014)

 

zur Webseite:

derstandard.at/

Fühlen Sie sich ausgenutzt in Ihrer Beziehung?

Oktober 23rd, 2014

Wir Frauen können uns beglückwünschen, dass wir jetzt leben und nicht früher. Früher, als Paarbeziehungen reine Zweckgemeinschaften waren. Als nicht die Liebe bei der Wahl des Gefährten die wichtigste Rolle spielte, sondern die Fragen, wie viel teures Geschirr in der Aussteuerkiste steckte und ob der Zukünftige einen großen oder einen kleinen Hof erben würde. Wir dagegen können es uns leisten, romantisch zu sein, einfach unserem Herzen zu folgen. Aber stimmt das wirklich?

Klar, Beziehungen sind heute anders als früher, aber unser Alltag ist keineswegs frei vom Zweckdenken in der Liebe. Ja, wir taxieren unsere Beziehungen vielleicht sogar noch kühler als unsere Vorfahren. Die Soziologin Eva Illouz nennt es „emotionalen Kapitalismus“. Das bedeutet: Wir gestalten unsere Partnerschaft immer mehr nach ökonomischen und politischen Verhandlungsmodellen. Schauen genau darauf, dass sie im Vergleich zum Alleinsein einen Mehrwert für uns bringt.

„Wer investiert wie viel?“ ist der Grundsound der Liebe. Wir führen geistige Strichlisten darüber, wer wie oft wessen Socken wäscht und die Kinder abholt. Wie viel jeder in seine Karriere buttert. Wir registrieren genau, wer wie oft „Ich liebe dich“ sagt und wie lange der Blowjob im Vergleich zum Cunnilingus dauert. Das klingt brutal. Aber wir haben es so gelernt. Weil wir in einer Kultur leben, in der wir aufgefordert sind, immer und überall unseren Nutzen zu maximieren. Natürlich wirkt sich diese Denkart auch auf unsere Beziehungen aus. Die Frage ist bloß: Was macht das mit uns? Lohnen sich Liebesbeziehungen, nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung betrachtet, überhaupt noch? Eigentlich brauchen wir ja keinen festen Partner mehr. Er ist weder zum Kinderkriegen zwingend notwendig noch als finanzielle Stütze unerlässlich. Könnten wir romantische Liebe und Sex also nicht einfach an vorübergehende Partner outsourcen und ansonsten unsere Ruhe vor dem ja doch auch immer wieder anstrengenden Beziehungsalltag haben?

Ideal wären eigentlich vier Partner

Die amerikanische Autorin Sandra Tsing-Loh kam in einem in den USA viel beachteten Essay zu genau dieser Bilanz: Sie beschrieb darin das Phänomen von Karrierefrauen, die, ökonomisch unabhängig von ihren Männern, diese nur noch als Störfaktor sähen, sobald sich der Schleier der Verliebtheit verzogen habe. Ideal, schlägt Tsing-Loh satirisch vor, seien für eine solche Frau nicht einer, sondern vier Partner: Mr. X als Mann für die anstrengende Alltagsverwaltung und vielleicht noch als Kindsvater, Mr. Y als romantischer Lover, der tanzen kann und Chardonnay anbietet, Mr. Z als eine Art Hausmeister, der alles repariert, und Mr. Q als Praktikant, für den Rest.

Sieht so die Zukunft aus? Entwickeln wir uns allmählich allesamt zu Beziehungsunternehmern, die ihren Marktwert im Internet angeben und Gefühle kalkuliert investieren?

Nicht unbedingt. Zumindest dann nicht, wenn uns neben ökonomischen und praktischen Erwägungen auch noch das eigene Glück am Herzen liegt. Das ahnt auch Tsing-Loh, die in ihrem Essay auf eine Langzeitstudie der renommierten Wharton School of Business verweist, die festgestellt hat, dass Frauen heute im Vergleich zu früher eindeutig unglücklicher sind – aller gesellschaftlichen Fortschritte zum Trotz. Wer daraus folgert, dass es Frauen in den 50ern besser ging, weil die Rolle der Hausfrau eben besser zu ihnen passt, denkt jedoch zu oberflächlich. Man kann aus der Studie auch einen anderen Schluss ziehen: dass eine Lebenswelt, die bis ins Privatleben und in Liebesbeziehungen hinein vom Prinzip der Profitmaximierung durchdrungen ist, niemanden wirklich glücklich macht.

Vielleicht ist es also eine im wahrsten Sinne unglückliche Entwicklung, wenn wir in unseren Beziehungen immer mehr aufrechnen und verhandeln. Vielleicht müssten wir öfter mal wirklich unserem Herzen folgen. Die Liebe an sich, das wird in Zeiten des Individualismus und der Selbstoptimierung gern vergessen, ist ein Gefühl, das Einheit will und skandalöserweise gar kein Interesse an persönlichen Profiten hat. Gegenseitiges Aufrechnen ist Verstandessache, Liebe aber ist irrational.

Sind wir zu hart geworden?

Wenn wir besonders tief lieben, das hat jeder schon einmal erlebt, drückt sich das sogar in einem unwiderstehlichen Drang zum Geben aus. Das steht scheinbar im Widerspruch zu dem, was die Frauen unserer Generation von Kindheit an gelernt haben: dass wir immer darauf pochen müssen, nie zu kurz zu kommen, schon gar nicht „aus Liebe“ zu einem Mann.

Keine Frage, es gibt Momente in Beziehungen, in denen es dumm ist, einfach aus Zuneigung zu handeln: wenn es um Dinge geht, die langwierige finanzielle Konsequenzen haben, zum Beispiel. Aber manchmal scheint es, als wären wir zu hart geworden, als hätten wir vergessen, dass es Momente gibt, in denen ein Stück Selbstaufgabe möglich und sogar tief befriedigend ist. Mal ehrlich: Die schönsten Momente in Beziehungen sind nicht diejenigen, in denen man weiß, dass man weder zu viel noch zu wenig gegeben hat, in denen also ein perfektes Gleichgewicht herrscht. Sondern es sind genau die Momente, in denen einer der Partner mehr gibt, als er eigentlich müsste.

Wenn der Liebste, genauso todmüde wie man selbst, sagt: „Nimm dir ein Buch, setz dich hin, ich mach das Abendessen.“ Oder wenn einer die Kinder einpackt und einen Ausflug macht, obwohl doch der andere mit Kinderhüten dran wäre. Neurobiologen haben herausgefunden, dass das Belohnungszentrum im Gehirn anspringt, wenn wir anderen Menschen etwas geben können. Deshalb fühlt Liebe sich nicht dann am besten an, wenn man den größtmöglichen Profit aus ihr zieht. Sondern wenn man sie freigebig gibt. Einfach so, ohne Strichliste.

Original:

www.brigitte.de/liebe/

Immobilien mit Nebenwirkungen – Husten, Müdigkeit, Schwindel – So macht das eigene Haus krank

Oktober 21st, 2014

Auslöser für manche Krankheit kann das eigene Haus sein. Vor allem in den 60er und 70er Jahren wurden Materialien verbaut, die erst Jahre später ihre Gefährlichkeit zeigten. Wie Sie den Giften auf die Spur kommen.

Wer ein gebrauchtes Haus kauft, der weiß in der Regel nicht, was sich hinter Wandverkleidungen, unter Bodendielen und abgehängten Decken verbirgt. In manchem Altbau tickt im wahrsten Sinne des Wortes eine chemisch-biologische Zeitbombe.

Empfindliche Menschen und Familien mit kleinen Kindern sollten sich deshalb schon vor dem Einzug (am besten bereits vor dem notariellen Kauf des Hauses) eine komplette Wohnraumanalyse machen lassen, damit sie später keine bösen Überraschungen erleben. Ein Innenraumcheck bringt schnelle Ergebnisse und erlaubt Rückschlüsse auf den mögli­chen Sanierungsaufwand – der sich unter Umständen Wert mindernd auf den Kaufpreis niederschlägt.

 

Ein Gutachten ist nicht teuer

Dabei halten sich die Kosten der Wohnraumanalyse in Grenzen: Bei einem durch­schnittlichen Kaufpreis für das Haus von 250.000 Euro liegen die Untersuchungskosten erfahrungsgemäß bei ein bis zwei Prozent – und damit deutlich unter der Makler-Courtage. Ihr Vorteil: Finanzielle und gesundheitliche Risiken werden ausge­schaltet.

Manchmal stellen sich gesundheitliche Beschwerden erst nach längerer Zeit ein und werden zunächst gar nicht mit dem Haus in Verbindung gebracht. Schleichend verschlechtert sich der Gesundheitszustand. Neurodermitis beim Kleinkind wird voreilig falschen Ursachen zugeschlagen, häufige Kopfschmerzen werden dem täglichen Arbeitsstress angelastet. Oft kurieren Haus- und Fachärzte Jahre lang an Symptomen herum, ohne auf die eigentliche Ursache zu stoßen – das gesundheitsschädliche Haus.

 

Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl

Erste Anzeichen für gebäudebedingte Erkrankungen sind un­spezifische Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindelgefühl, Hautreizungen, Schleimhautschwellungen, hohe In­fektanfälligkeit, allergische und asthmaähnliche Beschwerden; daneben werden in Innenräumen häufig auch Schadfaktoren mit Krebs erzeugendem Potential gefunden. Meist leidet erst ein Familienmitglied an einem oder mehreren Symptomen, dann nach und nach auch die anderen.

Hausbesitzer – aber auch Mieter – sind in diesem Fall heute immer noch auf Eigeninitiative angewiesen. Kaum ein Arzt fragt nach den heimischen Wohnbedingungen. Betroffene sollten sich fragen, ob ihre Beschwerden im zeitlichen Zusammenhang mit dem Einzug ins Haus stehen und ob sich ver­schiedene Symptome etwa im Urlaub vorübergehend verbessern. Beides sind mögliche Hinweise auf krankmachende Faktoren zu Hause.

 

Welche Schadstoffe im Haus krank machen

Wer ein Haus aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg bewohnt und es in den vergangenen Jahrzehnten nicht modernisiert hat, der wird selten mit gebäudebedingten Erkrankungen zu tun haben.

Bis in die 1960er Jahre wurden beim Einfamilienhaus­bau vor allem natürliche, traditionelle Baustoffe verwendet, die im Allgemeinen gut verträglich sind. Erst in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren begannen die Probleme. Moderne Baustoffe, vor allem PVC und Kunstfasern setzten sich durch. Statt der traditionellen rund 50 Baumaterialien standen nun mehrere hundert zur Verfügung – und wurden von Architekten und Heimwerkern auch benutzt. Mit all den damit verbundenen Problemen.

Innenraumexperten kennen die verschiedenen Schadfaktoren, die den Bewohnern eines Hauses gefährlich werden können. Chemische Verbindungen wie flüchtige und schwerer flüchtige organische Verbindungen, aber auch Schwermetalle und Re­aktionen verschiedener Verbindungen miteinander sind zu be­rücksichtigen.

Des Weiteren gehören zu den Schadfaktoren in Innenräumen alle Arten von Stäuben (an die häufig chemische Verbindungen angelagert sind), ferner Geruchsauffälligkeiten sowie physikalische und biologische Faktoren (Schimmelpilze, Bakterien).

 

Homepage besuchen:

www.focus.de/immobilien

Berlin boomt, auch und vor allem beim Immobilienmarkt

Oktober 20th, 2014

In Berlin boomt es weiterhin und das in vielen Branchen. In keiner anderen Stadt Deutschlands werden so viel neue Unternehmen gegründet und so viel Kultur angeboten. Berlin ist auch Spitze bei den Übernachtungen bzw. den Besucherzahlen. Der Sitz der Regierung und die damit verbundenen Behörden und Firmen tun ihr Übriges. Auf der anderen Seite gibt es aber auch immer mehr Armut und prekäre Arbeitsverhältnisse. Die Arbeitslosenzahlen und die Zahl der Transferleistungsempfänger bleiben in Berlin konstant hoch.

 

Der Aufschwung in der Stadt schlägt jetzt voll auf den Immobilienmarkt durch. Eine Verdrängung von weniger zahlungskräftigen Mietern, ob Wohnungsmieter oder Gewerbemieter, kann man nicht leugnen. Stadtviertel wie Mitte, Friedrichshain, Prenzlauer Berg oder Charlottenburg sind z.B. für Empfänger von ALG2 (Hartz 4) nicht mehr bezahlbar. Sowohl im Mietbereich als auch beim Immobilienverkauf klettern die Preise in die Nähe des Niveaus von München, die als teuerste Stadt Deutschlands gilt. Auch in früher unattraktiven Bezirken wie Wedding, Moabit oder Neukölln ziehen die Preise für Mietwohnungen und Eigentumswohnungen an.

 

Um eine wirklich gute Immobilie, sei es Mietwohnung, Eigentumswohnung oder Gewerbeeinheit, zu kaufen oder zu mieten, reicht es nicht mehr aus, in die einschlägigen Immobilienbörsen im Internet zu recherchieren. Mehr Aussicht auf Erfolg hat die Beauftragung eines professionellen Maklers, der den Berliner Markt und im besten Fall Kontakte zu Eigentümern hat, die nicht nur Wert auf Rendite legen, sondern denen auch wichtig ist, welche Leute in den Objekten leben. Natürlich gibt es ein riesiges Angebot an Maklern in Berlin, um einen guten zu finden, sollte man sich im Freundes- und Bekanntenkreis umhören. Persönliche Empfehlungen bzw. Erfahrungen von anderen sind meist die beste Referenz. Ein seriöser Makler wird Sie entsprechend beraten und Ihnen sagen können, welches Objekt zu Ihnen passt, egal, ob Sie eine Eigentumswohnung in Berlin kaufen möchten, verkaufen möchten oder Sie für sich selbst oder eines Ihrer Kinder eine schöne Mietwohnung in Berlin suchen. In manchen Fällen ist es nicht verkehrt, wenn Sie mehrere Makler in Berlin aufsuchen und sich einen persönlichen Eindruck machen, bevor Sie einen Vermittlungsauftrag erteilen.

 

Experten zufolge ist zwar im Berliner Immobilienmarkt noch Luft nach oben, was die Preise für Eigentum und Miete angeht, aber die Steigerung hat sich stark abgebremst und wird sich auf hohem Niveau einpendeln.

Dellwarzen bei Kindern

Oktober 17th, 2014

Dellwarzen sind gutartige Hautveränderungen, die bevorzugt bei Kindern und Jugendlichen auftreten, welche zu trockener Haut oder Neurodermitis neigen …und Jungen sind häufiger davon betroffen als Mädchen. Doch auch bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem können Dellwarzen auftreten. Diese gutartigen Warzen können sowohl einzeln, als auch in gehäufter Form erscheinen. Dellwarzen, auch Schwimmbadwarzen, Wasserwarzen oder Mollusken genannt, sind weltweit verbreitet und schlagen mit ca. 1 Prozent aller Hautkrankheiten zubuche.

Dellwarzen – was ist darunter zu verstehen?

 

Dellwarzen sind eigentlich keine typischen Warzen, sondern vielmehr ein Hautausschlag, der durch bestimmte Viren – und zwar durch die so genannten „Molluscum Contagiosum Viren“ – hervorgerufen wird. Der Molluscipoxvirus gehört zur Familie der Pockenviren. Die Viren gelten zwar als harmlos, doch sind sie sehr ansteckend und können gelegentlich jucken. Der Name „Dellwarzen“ ist auf die charakteristische Delle inmitten der hautfarben bis rötlichen, wenige Millimeter großen Mollusken zurückzuführen. In der Regel bilden sich Dellwarzen eher einzeln, doch drückt man versehentlich auf die Warze oder kratzt sie auf, so tritt eine breiige und weißliche oder gelbliche Masse aus, welche die ansteckenden Viren enthält. Dies kann durchaus dazu führen, dass sich die Viren weiter ausbreiten, indem sie an verschiedenen Stellen des Körpers in die Haut eindringen (z.B. durch kleine Hautverletzungen, Schürfungen, Wundsein,… oder auch bei aufgeweichter Haut) und dann neue Dellwarzen verursacht.

Dellwarzen bei Kindern …und die Ursachen

 

Dellwarzen sind äußerst ansteckend und werden sowohl durch direkten Hautkontakt, als auch durch eine Schmierinfektion über Gegenstände wie Spielzeug oder Kleidung, Handüchter und Waschlappen, welche gemeinsam benützt werden, übertragen, was nicht zuletzt dazu führt, dass Dellwarzen bei Kindern häufig vorkommen. Zudem können Dellwarzen auch im Schwimmbad übertragen werden. Die Warzenerreger dringen in die oberste Hautschicht ein, vermehren und vergrößern sich, fangen an zu wuchern …und es entsteht eine oder mehrere Warzen. Dellwarzen können generell überall am Körper auftreten, doch ist bei Kindern überwiegend das Gesicht, der Nacken und Hals, die Augenlider, sowie die Arme, Achseln, Hände, Kniekehlen und der Genitalbereich von Dellwarzen befallen. Die Inkubationszeit ist bei Dellwarzen ziemlich unterschiedliche, denn nach der Ansteckung mit dem Molluscum Contagiosum Virus bis zur Warzenbildung kann es von etwa 14 Tagen bis zu mehreren Monaten dauern.

Dellwarzen bei Kindern – Verlauf, Behandeln, Entfernen

Häufig bilden sich Dellwarzen bei Kindern nach einigen Monaten von selbst wieder zurück, bei manchen kann es aber auch Jahre dauern, bis sie die Warzen wieder los werden. Außerdem ist jemand, der schon einmal Dellwarzen hatte nicht dagegen immun, sondern kann sich jederzeit erneut mit den Viren infizieren und mit dem Hautausschlag konfrontiert sein. Gewiss lassen sich Dellwarzen aufgrund ihres typischen Aussehens leicht selbst erkennen, doch sollten Sie bei ersten Anzeichen sicherheitshalber trotzdem zum Hautarzt gehen, damit sich dieser die betroffenen Stellen nochmals gründlich anschauen und ggf. die Diagnose bestätigen kann. Zudem kann Ihnen der Hautarzt gute Ratschläge und Tipps zur Behandlung der Dellenwarzen geben.

Also besteht die Möglichkeit, die Mollusken nicht zu behandeln und einfach abzuwarten, bis sie von selbst wieder abheilen. Mediziner empfehlen allerdings, die Dellwarzen zu beseitigen. Aus kosmetischer Sicht können Dellwarzen nämlich wirklich störend sein und bei den Betroffenen zu einer psychischen Belastung führen. Des Weiteren besteht durch die extreme Ansteckungsgefahr ein hohes Risiko, dass noch andere gesunde Hautstellen befallen oder weitere Menschen mit den Viren infiziert werden.

Sollen die Warzen vom Hautarzt entfernt werden, so wird insbesondere bei Kindern vor der Behandlung eine örtlich betäubende Salbe aufgetragen, damit das Entfernen der Warzen schmerzfrei vonstatten geht. Die Salbe muss mindestens eine bis eineinhalb Stunden lang unter einer Folie einwirken, bevor der Eingriff vorgenommen wird.
Danach beseitigt der Hautarzt die Dellwarzen, indem er sie – nach dem Desinfizieren der Haut – mit einem scharfen Löffel abschabt (in Fachkreisen „Kürettage“) oder die Hautknötchen mit einer feinen Pinzette ausdrückt. Unmittelbar danach desinfiziert der Dermatologe die entsprechende Hautfläche erneut, damit noch vorhandene Viren keine Chance haben, sich zu verbreiten und an anderen Körperstellen neue Dellwarzen hervorzurufen.

Eine weitere Variante wäre, die einzelnen Dellwarzen mit flüssigem Stickstoff zu vereisen (die so genannte Kryotherapie).

Alternativ zu diesen Methoden besteht die Möglichkeit, die Dellwarzen mit einer speziellen und geeigneten Lösung selbst zu behandeln (die Lösung enthält stark verdünnte Kalilauge ~ Kaliumhydroxid). Sie müssen hierbei das Mittel zweimal täglich auf die einzelnen Dellwarzen auftupfen, so lange bis sich die Warzen entzünden. Nach dieser Behandlung heilen die Dellwarzen in der Regel vollständig ab.

Dellwarzen bei Kindern mit homöopathischen Mitteln behandeln

Haben Kinder Dellwarzen, so kann man auch versuchen, die Warzen mit homöopathischen Mitteln zu behandeln. Zu empfehlen sind homöopathische Arzneimittel wie „Teebaumöl“, eine „Thuja-Tinktur“ oder „Thuja-Globuli.

Dellwarzen bei Kindern vorbeugen

 

Da bei Kindern das Immunsystem noch schwach ist, sollten sie möglichst keinen direkten Hautkontakt zu Menschen haben, die an Dellwarzen leiden und sie sollten Warzen keinesfalls mit bloßen Fingern berühren. Genauso sollte man die rahmartige bis teigige Masse nicht selbst ausdrücken, sie könnte sich sonst auf der Haut verteilen und sich so noch weiter ausbreiten. Zudem solle jedes Kind bzw. Familienmitglied sein eigenes Handtuch, Dusch- oder Badetuch, Waschlappen, Bademantel,… haben, damit die Viren nicht über die so genannte Schmierinfektion übertragen werden.

Da Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene, die zu Neurodermitis neigen, besonders gefährdet sind und ein wesentlich größeres Risiko haben, an Dellwarzen zu erkranken, sollten sie sich zur Vorbeugung regelmäßig mit einer geeigneten, fetthaltigen Creme oder Lotion eincremen, um ihre empfindliche Haut vor den „Molluscum Contagiosum Viren“ zu schützen. Sind Neurodermitis-Gefährdete bereits von Dellwarzen betroffen, so sollten sie die infizierten Hautstellen nicht eincremen, da sonst die Viren auf der Haut verschleppt bzw. verteilt werden und sich noch mehr ausbreiten können.

Natürlich gelten die Verhaltensweisen bzgl. Dellwarzen nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Unter Erwachsenen werden Dellwarzen vor allem auch durch Geschlechtsverkehr übertragen und tauchen somit eher im Intimbereich und am Bauch auf.

 

Artikel-Quelle:

http://www.vorname.com/

Darf man sich in die Trennung der anderen einmischen?

September 20th, 2014
BRIGITTE: Warum bleiben zwei Menschen zusammen, die sich eigentlich besser trennen sollten?

Gisela Hötker-Ponath: Es gibt viele Gründe, die wir von außen nicht sehen: Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug, auch wenn es so wirkt. Der Gewinn zu bleiben ist immer noch größer als der zu gehen. Oder man will es besser machen als die eigenen Eltern, die sich vielleicht getrennt hatten. Umgekehrt: Man bleibt trotz großer Probleme, weil einem das als Kind so vorgelebt wurde. Unbewusste Wiederholungsmuster machen es uns also schwer, neue Wege zu gehen. Außerdem sind da noch die Ängste. Wie werden die Kinder die Trennung verkraften? Halte ich es aus, allein zu leben? Und, was ich immer wieder besonders bei Frauen über 35 erlebe: Sie haben Angst, niemanden mehr zu finden, mit dem sie glücklich sein werden. Wir leben ja fast alle nach wie vor das romantische Modell, das erschwert die Vorstellung, dass es so etwas Einzigartiges noch einmal geben kann. Zu erkennen, dass Trennung auch Befreiung sein kann, das dauert eine ganze Weile.

Es gibt Paare, die sind eigentlich getrennt, leben aber weiterhin zusammen, um den Schein zu wahren oder – das betrifft besonders Frauen – den materiellen Wohlstand nicht zu verlieren. Kann das funktionieren?

Das ist auf die Dauer kein gesundes Leben. Die Möglichkeit, dass man dabei depressiv wird oder psychosomatische Erkrankungen erleidet, ist relativ hoch. Weil es keine selbstgewählte Lebensform ist – auch wenn man sich das vielleicht einredet – sondern nur eine erduldete. Da treten dann beispielsweise Kopfschmerzen und Essstörungen auf, meistens als ein “Zu-viel-Essen”. Und eine depressive Entwicklung führt dazu, dass sich jemand noch schlechter trennen kann, es fehlt ihm an Initiative, Mut und Selbstvertrauen, zu gehen.

Gisela Hötker-Ponath

… ist Paar- und Familientherapeutin und Lebensberaterin in Eichenau in Bayern. Sie ist Autorin des Buchs “Trennung ohne Rosenkrieg” (176 S., 17,95 Euro, Klett-Cotta)

Darf ich mich als Außenstehende in die Beziehung von Freunden einmischen?

Ja, aber es ist eine Frage des Wie. Wenn ich die Position einnehme “Du musst dich trennen”, entsteht im anderen automatisch ein “Ja, aber”. Ich dränge den anderen unwillkürlich dazu, die andere Seite, die des Bleibens, zu übernehmen. Dazu kommt, dass es von außen nicht nur schwierig, sondern auch vermessen ist zu erkennen, ob jetzt gerade wirklich der richtige Zeitpunkt der Trennung ist.

Wie formuliere ich meine Meinung dann also am besten?

Erstens: keine Ratschläge erteilen, wenn sie nicht erfragt werden. Man kann ja erst einmal die Frage stellen: Möchtest du reden, hast du Lust? Das machen wir zu selten. Wir gehen zu oft direkt in dieses Thema, weil es uns selbst bewegt. Wir haben auch ganz klar ein egoistisches Bedürfnis, darüber zu reden. Denn jeder, der in einer Beziehung lebt, hat doch selbst schon mal Trennungsambivalenzen gehabt, will es aber eigentlich nicht wahrhaben und arbeitet an den Themen des anderen dann seine eigene Angst und Problematik mit ab.

Und zweitens?

Zweitens sollte man die Trennung nicht als ultimative Lösung ansprechen, sondern eher “Angenommen, es wäre so”-Fragen stellen. Damit lässt man dem anderen Spielraum, zeigt, dass man weitere Möglichkeiten mitdenkt, und man hilft ihm gleichzeitig, ein Bild von der Zukunft zu entwickeln. Also Fragen wie: Angenommen, du würdest dich trennen, wie würde dein Leben weitergehen? Kennst du Frauen, die sich getrennt haben? Was siehst du positiv bei denen? Wovor hättest du Angst? Oder: Angenommen, du würdest bleiben, wie sähe dein Leben in fünf Jahren aus? Ich kann mich auch vorbereiten, indem ich überlege: Wie würde es mir in so einer Situation gehen? Wie könnte meine Freundin mich ermutigen, darüber zu sprechen?

Ist die engste Freundin die beste Gesprächspartnerin für so eine Situation?

Nicht immer. Sie kann zu nah dran sein und sich mit der Freundin identifizieren. Sie möchte nicht, dass es ihr schlecht geht, und geht damit zu sehr auf eine Seite. Das ist für die Freundin nicht wirklich hilfreich, um zu einer eigenen Entscheidung zu kommen. Natürlich sollte sie mit ihrer Freundin sprechen, aber auch mit der Idee, der Freundin vorzuschlagen, sich woanders Hilfe zu holen, z. B. bei einer Beratungsstelle oder Therapeutin. Denn wenn in einer Freundschaft über einen längeren Zeitraum nur noch über Trennung und Zweifel gesprochen wird, belastet das die Freundschaft.

Ist Schweigen die bessere Lösung, um die Freundschaft nicht zu gefährden?

Schweigen sagt eher etwas über uns selbst aus. Vielleicht schweigen wir, weil wir fürchten, in so einem Gespräch könnte bei uns selber etwas hochgehen an Unzufriedenheit in der eigenen Beziehung. Wir haben Angst, dass wir bei uns und unserer Partnerschaft plötzlich auch klarer hinsehen müssen.

Ich habe der Freundin gesagt, sie sollte sich besser von diesem Mann trennen, aber die beiden bleiben schließlich doch zusammen. Was bedeutet das für unsere Freundschaft?

Damit sollte man offen umgehen, indem man sagt: Ich dachte wirklich, es wäre vorbei mit euch, jetzt habt ihr euch anders entschieden, ich habe mich also getäuscht. Vielleicht habt ihr euch auch getäuscht – sehen wir, wie’s weitergeht.

Damit deute ich doch aber an, dass ich an einen Erfolg nicht glaube.

Damit bleiben Sie authentisch. Und Ihre Zweifel sind berechtigt. Es gibt viele Menschen, die brauchen einige Runden, um sich zu trennen. Man könnte sagen, das sind Menschen, die nehmen es wirklich ernst miteinander und dem Versuch, die Beziehung zu retten. Oder es sind Abhängigkeitsspiralen, das bedeutet, sie haben große Probleme, sich zu lösen. Viele Frauen geben sich oft auch selbst die Schuld am Scheitern. Deswegen gibt es auch die vielen Versuche, es doch noch einmal hinzubekommen.

Reagieren Männer eigentlich anders auf schwierige Paare?

Das sieht man in dem einen Fall, in dem die Frau von ihrem Mann während des Abendessens massiv abgewertet wird. Ein Mann hätte da gesagt: “Hey, wie redest du mit deiner Frau?” Er macht sich nicht wie die Freundin Gedanken über den Beziehungskonflikt, sondern über das direkt sichtbare Symptom, die abfälligen Sätze. Meine Erfahrung ist: Männer beschäftigen sich auf längere Sicht weniger mit dem Großen und Ganzen einer Beziehung. Männer reagieren eher punktuell.

 

Link zum Artikel:

www.brigitte.de/liebe/beziehung/trennung-der-anderen-1197377

Alarmanlage.de startet als Portal für Sicherheitstechnik

September 16th, 2014

Unter Alarmanlage.de finden Verbraucher und Gewerbetreibende das Portal für Sicherheitstechnik. Neben Informationen zu Alarmanlagen, Brandschutz und Haussteuerungssytemen sind hier Statistiken und Daten rund um Sicherheitsthemen aufgearbeitet. Neben diesen bietet das Gemeinschaftsprojekt von Marcus Seidel (Businessangels.de) und der Ever Energy Group GmbH auf Alarmanlage.de Beratung und Installation von Alarmanlagen und Sicherheitssystemen.

Das Thema Sicherheit und Einbruchschutz wird immer relevanter in Deutschland – nach
der aktuellen Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 ist die die Zahl der Wohnungseinbruchdiebstähle erneut um 3,7 Prozent gestiegen. Im Jahr 2013 lag die Zahl der registrierten Einbrüche bundesweit bei 149.500 Fällen (2012: 144.117 Fälle). Mittlerweile werden durchschnittlich 410 Einbrüche in Deutschland pro Tag verzeichnet – das heißt es geschieht alle 3,5 Minuten ein Einbruch.

Aus diesem Grund gewinnt das Thema Sicherheit und Schutz immer mehr an Bedeutung.
Laut einer Umfrage gaben 58 Prozent der Befragten an, dass jeder Bürger selbst in der
Verantwortung sei, sich um die Sicherung seines Haushaltes zu kümmern (Quelle: Statista 2014) und sich besser vor Wohnungseinbrüchen zu schützen. Das Portal Alarmanlage.de hat diese erschreckende Entwicklung frühzeitig erkannt und
bietet als Spezialist für Alarmanlagen und Sicherheitssystemen fachliche Beratung, Information sowie Installation von Sicherheitstechnik.

„Nach zwei Einbruchsversuchen und einem erfolgreichen Einbruch haben wir vor zwei
Jahren bei uns privat und auch bei all unseren Unternehmen Alarmanlagen eingebaut. Zuerst haben wir auf die günstige „Selbstbau-Variante“ zurückgegriffen, diese nach 6 Monaten in den Mülleimer geworfen und schnell gemerkt, dass man in dem Bereich definitiv mit Profis zusammenarbeiten muss“, so Marcus Seidel, Gründer von Alarmanlage.de. „Mit diesen Profis, die auch bei uns die Anlagen verbaut haben, betreiben wir zusammen Alarmanlage.de und können so die Dienstleistung von der Beratung bis hin zum Einbau und der Installation der Alarmanlage überall in Deutschland abdecken und bedienen.“

Tatsächlich wird der Markt für Alarmanlagen und Aufklärung angesichts der rasant steigenden Einbruchszahlen immer größer – auch, da es dank der heute verfügbaren Technik möglich ist, Büros, Läden, Wohnungen oder selbst Gartenhäuser schnell und kosteneffizient abzusichern und diese ganz leicht per Webzugriff oder Handy überwacht werden können. Dabei spielt Qualität natürlich eine entscheidende Rolle. Der Einbau durch Spezialisten gewährleistet zudem einen wirklich umfangreichen Schutz, welcher gleichzeitig vom Kunden komfortabel bedient werden kann. Marcus Seidel erklärt hierzu: „Bereits von Beginn an arbeiten wie mit namhaften Partnern wie der EESec, Securitas, der Santander Bank oder auch Abus zusammen und können unseren Kunden somit eine breite Auswahl und vollen Service inklusive aller Montage- und Einrichtungsleistungen anbieten.”

Die jahrelange Erfahrung der Profis und die hochwertige Technik bieten den Kunden eine
individuell abgestimmte und zukunftsorientierte Sicherheitslösung, die nicht nur das Eigentum, sondern vor allem auch das Leben schützen können.

 

Webseite:

http://news.immobilienscout24.de/

Männer im Kreißsaal, Vater bei der Geburt dabei!

September 12th, 2014

In heutiger Zeit ist es eigentlich völlig normal, bzw. es wird erwartet, dass ein werdender Vater bei der Geburt seines Kindes dabei ist, um seine Frau / Partnerin im Kreißsaal zu unterstützen. Und obwohl es vielen Männern schwer fällt, ihre hochschwangeren Frauen in den Kreißsaal zu begleiten und die Geburt mitzuerleben, traut sich kaum einer „nein“ zu sagen, wenn das Thema „Männer im Kreißsaal“ angesprochen wird oder die Entscheidung, bei der Geburt dabei zu sein, bevorsteht. In den 70er-Jahren kam es eher selten vor, dass Männer im Kreißsaal waren, doch mittlerweile sind etwa neun von zehn Väter bei der Geburt ihres Babys dabei! Ein werdender Vater, der seine Frau / Partnerin nicht in den Kreißsaal begleiten will, gilt in unserer heutigen Gesellschaft als Macho oder Weichei.

Männer im Kreißsaal …muß der Vater bei der Geburt dabei sein?

Ob ein werdender Papa bei der Geburt seines Kindes dabei sein will oder nicht, das muss er selbst entscheiden. Sicher ist es für viele Frauen eine Hilfe, wenn ihr Mann / Partner sie bei der Geburt im Kreißsaal unterstützt, doch manche Männer sind damit schlichtweg überfordert. Schon allein der Gedanke, seiner geliebten Frau zusehen zu müssen, wie sie unter den immer stärker werdenden Wehen und der Geburt leidet, ist für so manchen werdenden Vater nicht gerade einfach. Sind Männer etwas sensibel oder fühlen sich schnell hilflos, so stellt sich teilweise auch die Frage, ob sie den Vorgängen im Kreißsaal bzw. bei der Geburt überhaupt gewachsen sind oder ob sie erschrecken und vielleicht sogar schockiert sind über den Anblick und den Ablauf einer Geburt. Zum einen erleben Männer im Kreißsaal nämlich mit, wie ihre Frau / Partnerin starke Schmerzen und Qualen ertragen muss und sie ihr nicht helfen können, zum anderen ist die Geburt eine blutige Angelegenheit, was auch nicht gerade einladend ist und so manchem werdenden Vater unter Umständen ganz schön zusetzt.

Die meisten Männer sind im Kreißsaal dabei!

Dennoch entscheiden sich die meisten Männer mit in den Kreißsaal zu gehen, nicht weil dies heutzutage selbstverständlich ist, sondern weil sie ihre Liebste unterstützen und sie in dieser Situation nicht alleine lassen möchten. Außerdem ist es den Männern wichtig, dass sie den intimen und wundervollen Moment im Kreißsaal miterleben können, wenn ihr Kind das Licht der Welt erblickt, seinen ersten Atemzug nimmt und den ersten Schrei macht. In der Regel wird einem frischgebackenen Vater zu gegebener Zeit von der Hebamme / dem Arzt angeboten, das Durchtrennen der Nabelschnur zu übernehmen. Sicher werden die meisten Väter dieses tolle und einmalige Erlebnis nie mehr vergessen, sondern ein Leben lang in guter und schöner Erinnerung behalten.

Frauen sollten ihre Männer nicht zwingen im Kreißsaal / bei der Geburt dabei zu sein!

Fühlen sich Männer nämlich unsicher und sagen von vorn herein, dass sie bei der Geburt lieber nicht dabei sein wollen, so sollten sie auch nicht gegen ihren Willen dazu überredet oder gezwungen werden, im Kreißsaal anwesend zu sein. Denn ist es nicht der eigene Wunsch eines werdenden Vaters, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein, sondern begleitet er seine Frau nur um des Friedens Willen in den Kreißsaal, obwohl er eigentlich mit der ganzen Situation beim Geburtsvorgang überfordert ist, so kann er seiner Frau sicherlich auch nicht wirklich beistehen und sie moralisch unterstützen. Im Gegenteil …der werdende Vater kann durchaus auch ohnmächtig werden und so selbst ärztliche Versorgung benötigen. Also sollten Frauen und auch andere Außenstehende die Entscheidung des werdenden Papas einfach akzeptieren und ihm kein schlechtes Gewissen einreden. Ist eine schwangere Frau der Meinung, dass sie im Kreißsaal dennoch die Unterstützung einer ihr vertrauten Person braucht, dann kann ggf. auch die Freundin, Schwester oder sonst eine nahe stehende Vertrauensperson der werdenden Mama mitkommen und ihr bei der Geburt beistehen.

Ist der Fall andersherum und eine schwangere Frau möchte keinesfalls, dass ihr Mann / Partner sie in den Kreißsaal begleitet und bei der Geburt dabei ist, dann sollte der werdende Vater dafür Verständnis aufbringen und ihren Entschluss ohne Vorwürfe hinnehmen, auch wenn es ihm schwer fällt und er vielleicht enttäuscht ist. Manche Frauen möchten einfach nicht, dass ihr Mann sie in einem solchen „Ausnahmezustand“ erlebt.

Werdende Eltern sollten sich gemeinsam auf die Geburt vorbereiten!

Paare, welche die Geburt ihres Babys in beiderseitigem Einvernehmen gemeinsam erleben möchten, sollten sich auch zusammen auf das „Abenteuer Geburt“ vorbereiten und einen Geburtsvorbereitungskurs belegen. Besonders wenn es sich um das erste Baby des Paares handelt, ist es äußerst sinnvoll, wenn die werdenden Eltern miteinander an einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. In der Regel werden die Kurse zur Geburtsvorbereitung von Hebammen durchgeführt. Sie erklären den schwangeren Frauen und deren Männer / Partner genau, was im Kreißsaal bei der Geburt auf sie zukommen wird. Zudem gibt die Hebamme Auskunft bei sämtlichen Fragen, die von Seiten der Frauen und Männer gestellt werden. Neben Gesprächen und Ratschlägen erlernen die werdenden Mütter auch bestimmte Atemübungen und Entspannungstechniken, welche bei der Geburt zu einer Erleichterung führen. Die Rolle der Männer wird leider oftmals eher nur nebensächlich erwähnt, doch beim Erlernen von Atemübungen werden sie direkt mit einbezogen. Außerdem werden Männern im Geburtsvorbereitungskurs bestimmte Massagetechniken beigebracht, die sie dann während der Geburt bei ihrer Frau anwenden können, um ihr die Schmerzen etwas zu erleichtern. Ansonsten sind Männer im Kreißsaal eher für die moralische Unterstützung ihrer Frau zuständig. Zur Unterstützung der Gebärenden sollte der werdende Vater bei der Geburt neben seiner Frau sitzen bzw. sich oberhalb des Brustbereichs aufhalten, somit ist er auch nicht frontal mit der Geburtsbetrachtung konfrontiert.

Ferner müssen Männer im Kreißsaal auch damit rechnen, dass Frauen bei der Geburt ihre Schmerzen relativ laut veratmen oder sogar schreien und schimpfen… für so manchen Mann kommt dies total überraschend und er kann seine Frau beim Geburtsvorgang kaum wiedererkennen. Der Ausdruck „Kreißsaal“ kommt schließlich nicht von ungefähr, sondern ist auf das Wort „kreißen“, was soviel wie „schreien“ bedeutet, zurückzuführen.
Sollte es bei der Geburt allerdings zu unvorhergesehenen Komplikationen kommen, so dass eine PDA, ein Dammschnitt, eine Glockengeburt, Zangengeburt oder ein Kaiserschnitt erforderlich ist, dann verläuft die Entbindung natürlich ganz anders. Auch darauf sollte jeder werdende Vater vorbereitet sein.
Wird es einem Mann irgendwann zu viel, so sollte er zwischendurch einfach den Kreißsaal verlassen und an die frische Luft gehen oder einen Kaffee trinken, um sich wieder etwas zu erholen. Schließlich bringt es ja nichts, wenn er total erschöpft ist und womöglich umkippt. Paare sollten auf jeden Fall auch über diese Problematik sprechen und tritt diese Situation tatsächlich ein, so sollte die Frau trotz ihrer misslichen Lage Verständnis dafür aufbringen und ihrem Mann deshalb nicht böse sein.

Erfahrungsgemäß lässt die große Freude über das Kind Mütter die Strapazen und Schmerzen bei der Geburt schnell wieder vergessen …und viele Männer, die im Kreißsaal mit dabei waren sind stolz und glücklich, diesen emotionalen Moment der Geburt des Babys miterlebt zu haben. Kann sich ein Mann eben nicht dazu durchringen, seine Frau in den Kreißsaal zu begleiten und bei der Geburt dabei zu sein (weshalb auch immer), so ist es auch in Ordnung, wenn er gleich kurz nach der Geburt sein Kind kennenlernt.

 

Die Homepage besuchen:

www.vorname.com/ratgeber/geburt/maenner-im-kreisssaal-vater-bei-der-geburt-dabei-5143